Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Angeklagte am Telefon zugeschaltet

11.02.2008

Während ihr Rechtsanwalt und die Richterin im Gerichtssaal ein paar "Nettigkeiten" austauschten, wartete eine Dortmunderin gestern am Telefon gespannt auf das Ergebnis der Verhandlung. Nach wenigen Minuten war die kuriose Verhandlung zu Ende. Eigentlich hätte die Frau natürlich selbst zu ihrem Prozess erscheinen sollen. Als sich jedoch herausstellte, dass sie den Termin verschwitzt hatte und stattdessen gemütlich zu Hause saß, einigte man sich kurzerhand auf die außergewöhnliche Telefon-Schaltung.

Die Staatsanwaltschaft warf der Dortmunderin Betrug vor, weil sie im vergangenen Jahr für sich und ihren volljährigen Sohn Leistungen nach Hartz-IV erhalten hatte, obwohl ihr Filius einen Job gefunden hatte. Inzwischen zahlt die Frau jedoch den zu viel erhaltenen Betrag in monatlichen Raten von 30 Euro zurück. "250 Euro sind noch offen", hieß es gestern am Rande des Prozesses.

Die Richterin wollte den Fall dann auch nicht mehr überbewerten. Sie sei bereit, das Verfahren gegen Zahlung einer Geldbuße von 150 Euro einzustellen, sagte sie dem Anwalt der abwesenden Angeklagten. Der holte sich prompt das telefonische "Okay" der Betroffenen ("Das müssen Sie dann aber auch wirklich zahlen, ja?") und stimmte zu. Die Staatsanwaltschaft hatte ihrerseits schon vorher signalisiert, dass auch sie zur Einstellung bereit war. von

Lesen Sie jetzt