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Anklägerin fordert acht Jahre Haft

«Schrotti-Prozess»

25.05.2007

«Schrotti» starb im Oktober 2002. Zahlreiche Messerstiche setzten dem Leben des in der Dortmunder Drogenszene unter dem eigenwilligen Spitznamen bekannten Dealers ein Ende. Jetzt nähert sich der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter (27) dem Ende. Die Staatsanwaltschaft hat vor dem Schwurgericht beantragt, den Mann zu acht Jahren Haft zu verurteilen. Das Urteil soll am 12. Juni gesprochen werden. Der 27-jährige Angeklagte, der nach der Tat in England untergetaucht und erst im vergangenen Jahr ausgeliefert worden war, bestreitet dagegen weiterhin, für die tödlichen Messerstiche verantwortlich zu sein. In Briefen an das Gericht und auch im Prozess hat er einen früheren Freund als Verdächtigen ins Gespräch gebracht. Dieser Mann habe das Messer bei sich gehabt und auch zugestochen. Er selbst habe nur zugesehen, so der Angeklagte. Sein Verteidiger Martin Habig forderte das Gericht daher auf, seinen Mandanten vom Vorwurf des Totschlags freizusprechen. Schließlich habe auch ein Blutspuren-Gutachter nicht zweifelsfrei sagen können, wer das Messer geführt habe. Die Tat hatte seinerzeit für einiges Aufsehen gesorgt, weil «Schrotti» auf dem Bürgersteig vor seiner Wohnung verblutet war. Kurz vor seinem Tod soll er Augenzeugen noch zugerufen haben, sie sollen sich bitte um seine beiden Hunde kümmern. von

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