Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Arbeit an der Zukunftsmusik

27.02.2008

Mert hat schon einen roten Kopf vor Anstrengung. "Fü fü fü", macht der Urbanus-Grundschüler und bläst dabei angestrengt in die Klarinette. "Super", lobt Musikschul-Lehrer Thomas Haberkamp.

Mert ist einer von 720 Erstklässlern, die gestern das Dietrich-Keuning-Haus stürmten. Sie alle haben im vergangenen Halbjahr Instrumente kennen gelernt. Im Keuning-Haus hatten sie nun Gelegenheit, unter professioneller Anleitung noch einmal ins Horn zu stoßen, das Cello zwischen die Knie zu nehmen oder ihre kleinen Finger auf die Löcher der großen Tenor-Flöte zu platzieren. Schließlich sollen sie noch vor den Osterferien eines der 13 Instrumente aussuchen, das für die nächsten drei Schuljahre ihnen gehört.

"Jedem Kind ein Instrument" (JeKi) heißt die Initiative des Landes, die den Grundschülern eine Schulstunde Instrumentalunterricht pro Woche garantiert - für einen geringen Elternbeitrag. In diesem Jahr sind "erst" 15 Grundschulen dabei, im kommenen Jahr sollen es schon 30 sein und 2010 alle Grundschulen der Stadt.

Rund 200 000 werden vorerst für die Instrumente benötigt, rechnet Musikschulleiter Volker Gerland, die Hälfte davon übernehmen Land und Bund, für den Rest werden noch Spender gesucht. "Das Projekt ist für alle Kinder, auch jene, die wir mit der Musikschule kaum erreichen", begründet Gerland.

"Das Cello war ganz gut", urteilt Lukas von der Apler-becker Grundschule anschließend, "aber ich will lieber eine E-Gitarre." Die gibt es noch nicht im Angebot - aber Volker Gerland arbeitet daran. pin

Lesen Sie jetzt