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Arschbomben und nasse Lumpen

Eine Pool-Party hat nicht zwingend mit Sommer, Entspannung oder gar Cocktails zu tun. Das konnte man am Samstag im Nordbad beobachten.

04.02.2008

Ab Punkt 15 Uhr verwandelt sich das Hallenbad in eine im wahren Sinne feucht-fröhliche Disco für Kinder und Jugendliche.

Laute Musik ertönt aus großen Boxen, Lichtorgeln gehen an und - besonders aufregend - eine Nebelmaschine nimmt ihre Arbeit auf. Kreischend rennen kleine Gäste in Badehosen durch die künstlichen Schwaden, warten gespannt auf die erste Ansage durch das Mikrofon.

Auf der Folter

Doch das Zephyrus-Disco-Team, routinierte Anbieter für solche Veranstaltungen, spannt sein Publikum auf die Folter. In aller Ruhe werden vor ungeduldigen Augen Badekappen sortiert, Wasserbälle vorbereitet, Countdowns angezählt. "Seid ihr schon partywütig?", fragt dann endlich Teammitglied Michael Prill. Die Antwort: ohrenbetäubendes Kreischen aus rund 150 Kinderkehlen. Die meisten der jungen Besucher sind Wiederholungstäter, waren schon auf einer der sechs vorangegangenen Pool-Partys in Dortmunder Bädern. Sie wissen, was sie erwartet. Zum Beispiel ein wackliger Wasserlaufweg, auf dem es das Becken zu überqueren gilt. Staffelschwimmspiele, etwa mit nassen Lumpen als Ballast. Und als unbestrittener Höhepunkt jeder Party: die Kür des Arschbombenkönigs. Volles Programm also, und jetzt geht es endlich los.

Dramatische Filmmusik

Dramatische Filmmusik erklingt, alle sammeln sich im seichten Teil des Beckens. Für das erste Spiel bildet Prill die beiden Gruppen, mit denen sich die Stimmung immer aufheizen lässt: Jungs gegen Mädchen! Frontal stehen sie sich in der Beckenmitte gegenüber. Einen großen Wasserball sollen sie über die anderen hinweg auf das gegenüberliegende Ufer transportieren. Und los! Kreischen, strampeln, Wasser spritzen. Prill behält den Überblick, vergibt die Punkte. Der erste geht an die Mädchen, doch die Jungs schließen schnell auf, die Party ist sofort in vollem Gange,

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