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Aufsichtsrat soll bei "neuer RWE" mitsprechen

18.02.2008

Das dürfte morgen eine spannende Aufsichtsratssitzung bei der RWE Holding in Essen werden. Dort will verdi-Chef Frank Bsirske Dr. Gerhard Langemeyer (Foto li.), der auch stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender ist, Konzernchef Jürgen Großmann Zügel anlegen. Denn Großmann will den Konzern umstrukturieren, wovon u.a. Dortmund stark betroffen ist. Bsirske möchte nun, dass der Aufsichtsrat dabei mehr mitreden darf. Auch Dortmunds OB (Foto re.) wird an der Sitzung teilnehmen und es ist anzunehmen, dass er sich dort für die RWE Systems AG mit Sitz in Dortmund stark machen wird. Doch er lässt sich nichts entlocken. Sein einziger Kommentar: "Ich unterliege der Schweigepflicht."

Bsirske will mit dem Tagesordnungspunkt "Änderung der Geschäftsordnung" dafür sorgen, dass Großmann künftig interne Umstrukturierungen vom Aufsichtsrat absegnen lassen muss. Hintergrund dafür ist der Streit um die strategische Neuausrichtung des zweitgrößten deutschen Energiekonzerns ("Neue RWE"), von der der Standort Dortmund stark betroffen ist. Wie berichtet will Großmann u.a. die RWE Systems AG mit 560 Beschäftigten am Flamingoweg zerschlagen, wichtige Führungsaufgaben wie das Controlling der Tochterfirmen in der Zentrale konzentrieren. In einer internen Funktionsanalyse wird zudem die Arbeit von weiteren 8000 Beschäftigten u.a. in den beiden wichtigsten operativen Gesellschaften RWE Power in Essen und RWE Energy ebenfalls mit Sitz in Dortmund überprüft.

Großmanns Pläne mit RWE Systems hatten in Dortmund bei Politik und Mitarbeitern schon für große Unruhe gesorgt (wir berichteten). Die Befürchtung: dass eine RWE-Führungsgesellschaft aus Dortmund verschwindet und damit auch Arbeitsplätze. So hat der SPD-Fraktionsvorsitzende Ernst Prüsse schon unverhohlen damit gedroht, "das Verhältnis der Stadt Dortmund zu RWE zu überdenken, z.B. die RWE-Beteiligung an DEW21, z.B. die Gespräche zur Zusammenarbeit von RWE, DEW21, Gelsenwasser und Stadtwerke Bochum (Unisono II)." kiwi

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