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Auftrags-Schläger sollen lange ins Gefängnis

22.02.2008

Wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung beantragte Staatsanwältin Elke Hinterberg vor dem Landgericht Essen gegen zwei 24 und 32 Jahre alte Dortmunder Haftstrafen von jeweils fünf Jahren zu verhängen. Ein dritter Dortmunder (31) sollte nach Ansicht der Anklagevertreterin zu vier Jahren Gefängnis verurteilt werden.

Gemeinsam mit einem Wuppertaler und einem Angeklagten aus Holzwickede waren die Dortmunder am 21. Oktober 2007 nach Gelsenkirchen gefahren, um im Auftrag zweier Brüder aus Borken einigen Gästen aus einer Schalker Kneipe eine "Abreibung" zu verpassen.

Die Auftraggeber aus Borken hatten in diesem Lokal, in dem sich auch Mitglieder der "Gelsen-Szene" treffen, handgreiflichen Streit gehabt. Gegen Bezahlung sollten die Dortmunder und ihre beiden Mitangeklagten, die sich alle aus der Türsteher-Szene kannten, Rache üben. Die Borkener selbst befanden sich da schon lange auf dem Heimweg und regelten alles per Telefon.

"Sie wussten nichts von den Opfern, sie wussten nichts von den Auftraggebern, sie wussten nichts von dem eigentlichen Vorfall", sagte die Anklagevertreterin, um zu verdeutlichen, dass die Dortmunder und ihre Kumpanen kein eigenes Interesse an der Angelegenheit haben konnten. Nur die Bezahlung von 3500 Euro sei ein Anreiz gewesen.

Der Angriff sei blitzschnell über die Bühne gegangen. Mit Totschlägern, Gaspistole und Pfefferspray, Schlägen und Tritten wurden die Kneipengäste attackiert. Es gab acht Verletzte, darunter drei Schwerverletzte. Ein Opfer ist zu 30 Prozent schwerbehindert. Das Urteil soll in der nächsten Woche verkündet werden. Martina Ricken

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