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Aussagen hinter verschlossener Tür

Auftakt im Prozess gegen Christopher P.

31.05.2007

Versuchter Mord, Vergewaltigung, gefährliche Körperverletzung: Die Liste der Vorwürfe gegen Christopher P. (21) ist lang. Im September vergangenen Jahres soll er seiner Ex-Freundin Sarah (14) mit einem Teppichmesser fast die Kehle durchgeschnitten haben. Gestern begann am Landgericht der Prozess. Den Großteil seiner Aussage durfte P. jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit machen. Die sexuellen Hintergründe der Tat gingen niemanden etwas an, hieß es. Auch Sarah sagte gestern als Zeugin aus - ebenfalls ohne Zuschauer und Zuhörer. Im Internet sollen sich P. und seine Ex-Freundin im September zu einer letzten Aussprache verabredet haben. Angeblich ging es darum, dass Sarah noch einige Sachen abzuholen hatte. Und dass man sich einfach noch einmal sehen müsse. Dass zu dem Zeitpunkt bereits ein gerichtliches Kontaktverbot in der Welt war, das es Christopher P. untersagte, sich Sarah auf weniger als 50 Meter zu nähern, interessierte die Beiden anscheinend nicht. Für die 14-Jährige endete das Treffen schließlich in einem Albtraum. Als sie später auf einem Feldweg in Eving gefunden wurde, klaffte ein 13 Zentimeter langer Schnitt an ihrer Kehle. Außerdem soll sie zweimal vergewaltigt worden sein. «Ich will jetzt das, was ich zehn Monate nicht bekommen habe», soll Christopher P. ihr dabei gesagt haben. Die entscheidende Frage des Prozesses dürfte indes sein, warum der 21-Jährige schließlich von seinem Opfer abließ. Hörte er freiwillig auf, wie Anwalt Uwe Dörsing glaubt, käme eine Verurteilung wegen eines Tötungsversuchs nicht mehr in Betracht. Stoppte er jedoch nur, weil die Klinge des Teppichmessers abbrach, wie es in der Anklageschrift steht, sieht es für ihn wesentlich schlechter aus. wvb

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