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B1 für Brummis in der Nacht tabu

DORTMUND Jetzt gilts: Ab 22 Uhr ist die B1 in Dortmund für durchfahrende LKW über 7,5 Tonnen tabu. Stattdessen sollen die Brummis über den Autobahnring um die Stadt rollen.

von Von Oliver Volmerich

, 06.02.2008
B1 für Brummis in der Nacht tabu

Regierungspräsident Helmut Diegel (Mitte), der Verkehrsdezernent der Bezirksregierung Dr. Thomas Wilk (2.v.r.) und Polizeipräsident Hans Schulze waren die Ehrengäste bei der Freigabe des ersten von 18 Verkehrsschildern zum B1-Nachtfahrverbot für Brummis.

Regierungspräsident Helmut Diegel gab heute gemeinsam mit Polizeipräsident Hans Schulze eines von insgesamt 18 Hinweisschildern frei, die LKW-Fahrer auf die Neuregelung aufmerksam machen. Die hatten sich Anwohner aus der Gartenstadt im jahrelangen Ringen erstritten. Mit einer erfolgreichen Klage hatten sie die Stadt zum Handeln gezwungen. Die erließ nicht nur ein Tempolimit von 50 statt 60 Stundenkilometern auf der vielbefahrenen B1 im Bereich Gartenstadt, sondern beantragte bei der zuständigen Bezirksregierung auch das geforderte Nachtfahrverbot für LKW.

Künftig dürfen nur noch Brummis mit Heimat- oder Lieferadresse im Dortmunder Zentrum zwischen 22 und 6 Uhr über die B1 fahren. "Ich bin hoffnungsfroh, dass wir mit dieser Maßnahme entlang der B1 sorgen", meint Regierungspräsident Helmut Diegel. Knapp die Hälfte der rund 2300 LKW, die nach Zählungen der Stadt nachts über die B1 fahren, wären von den Durchfahrtsverbot betroffen.

Unregelmäßige Kontrollen

Das soll natürlich auch kontrolliert werden. "Wir werden unserer Pflicht nachkommen", kündigte Polizeipräsident Hans Schulze Kontrollen in unregelmäßigen Abständen an. Dass Bußgeld, das uneinsichtigen Brummifahrern droht, ist mit 20 Euro freilich gering. Vielleicht wirkt aber auch die Zeitverzögerung, die die LKW-Fahrer durch die Kontrollen einkalkulieren möchten. Denn wir überprüfen dann natürlich umfassend, erklärte Schulze. Der Umweg über den Autobahnring sei dagegen mit acht Minuten bzw. maximal 10 Kilometern durchaus zumutbar.

Ingesamt 18 Schilder werden insgesamt vor den Autobahnkreuzen und -zufahrten rund um Dortmund aufgestellt. In Nachbargemeinden wie Holzwickede oder Schwerte macht man in Absprache mit der Bezirksregierung zugleich wichtige Ortsdurchfahrten für den nächtlichen LKW-Verkehr dicht, um Schleichverkehre zu verhindern.

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