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CDU fordert Kopf der Klinikum-Chefin

28.02.2008

CDU fordert Kopf der Klinikum-Chefin

Mechthild Greive, Hauptgeschäftsführerin Klinikum: Die Klinikum-Chefin schnappt sich entweder 150 bis 200 Gramm tiefgefrorenes Hackfleisch oder gekochten Schinken (klein würfeln) oder rohen Schinken (klein würfeln), ein Päckchen tiefgefrorene Erbsen/Möhren oder ein anderes "liebliches Gemüse", eine Zwiebel, etwas Gemüsebrühe oder Weißwein zum Ablöschen. Dazu entweder selbstgemachtes Kartoffelpüree (8-10 mittelgroße Kartoffeln kochen, Butter und Milch dazu) oder Fertigpüree aus der Tüte. Die klein gewürfelte Zwiebel mit dem Hackfleisch (oder Schinken) andünsten, nach fünf Minuten das Gemüse zugeben, nochmals 5 bis 10 Minuten dünsten (je nachdem wie bissfest), mit Brühe oder Weißwein ablöschen, alles in eine Auflaufform geben (oder in zwei kleine für den Hunger am nächsten Abend), das Kartoffelpüree darüber verteilen und das Ganze bei 180 -200 Grad so lange überbacken, bis das Püree leicht angebräunt ist. Und was sagt die Chefin dazu? "Schmeckt total lecker und geht schnell. Guten Appetit!"

Aus den gut 5 Millionen Euro angekündigten Schulden wurden 2007 stolze 13,2 Mio.. Eine Planabweichung von 8 Millionen Euro. Der 20-Mio.-Zuschuss aus dem städtischen Haushalt für die Investition eines neuen Zentral-OP-Bereichs sei nur ein "Tropfen auf dem brennenden Stein", glaubt Frank Hengstenberg.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende weiß, es müssten 100 Mio. Euro in die Hand genommen werden für dringend notwendige Investitionen. Und: "Allein die Kosten aus Zinsen und Abschreibung machen locker weitere zehn Millionen aus." Das Klinikum müsse also nicht auf eine Null im Haushalt kommen, sondern mindestens 15 Mio. Euro Plus jährlich erwirtschaften, um die Modernisierungen zu leisten. Über Hauptgeschäftsführerin Mechthild Greive (Foto) meint Hengstenberg: "Es gibt keinen Grund anzunehmen, dass Frau Greive willens und fähig ist." Ihr und Oberbürgermeister Langemeyer als Aufsichtsratsvorsitzenden wirft er vor, Entscheidungen zu verschleppen: "Wer das tut, gefährdet Arbeitsplätze."

Statt endlich innere Strukturen nachhaltig zu ändern, schiebe Greive ein Szenario nach dem anderen durch die Tür des Aufsichtsrates. Die CDU-Fraktion sieht den starken Anstieg der Schulden im wesentlichen bei den Personalaufwendungen, die sich dramatisch nach oben entwickelt hätten. Ebenso wie der betriebliche Sachaufwand (wir berichteten). Dies alles, so Aufsichtsratsmitglied Christiane Krause, in Kopplung mit einem rückläufigen Geschäft. Sie bemüht die Statistik:

Statt der erhofften 203 Millionen Euro Krankenhaus-Erlöse flossen nur 201. Die Fallzahlen fielen laut CDU auf unter 40 000 (laut Klinikum-Sprecher Jörg Kühn waren es 2007 aber 52 971). Zwischen 2003 und 2006 sollen die Belegungstage um 76 000 zurück gegangen sein. Kühn hat andere Zahlen und erklärt: "Wir rechnen nach Fallpauschalen und nicht nach Pflegetagen ab, von daher ist die Zahl der Fälle und deren Schweregrad für das Budget relevant und nicht die der Pflegetage."

Laut Gutachten, so die CDU-Fraktion, hätte das Klinikum 210 Kräfte bis 2006 abbauen müssen. Tatsächlich aber seien - ohne die Beistellungs-Verträge ehemaliger Klinikum-Beschäftigter in die ServiceDo GmbH - weniger als 100 Mitarbeiter abgebaut worden.

Die Forderung der Christdemokraten: Personalkosten senken, Geschäft ankurbeln. Der Hauptgeschäftsführerin Greive trauen sie nichts mehr zu. Hengstenberg sieht das Klinikum als "gutes Haus unter schlechter Führung" und fordert sofortiges Handeln. bö

CDU fordert Kopf der Klinikum-Chefin

<p>Frank Hengstenberg sieht Führungsschwäche bei Klinikum-Chefin Mechthild Greive. RN-Archivfoto</p>

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