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Das Wahrzeichen bröckelt

DORTMUND Dortmunds Wahrzeichen bröckelt: Weil Mauerteile herabzustürzen drohen, muss der Kirchturm von St. Reinoldi ab kommender Woche eingerüstet werden.

von Von Andreas Wegener

, 29.02.2008

„Das Ausmaß der Schäden steht noch nicht fest“, erklärte Pfarrer Michael Küstermann. Für die evangelische Kirche ist die notwendige Sanierung aber in jedem Fall eine Katastrophe: „Die Arbeiten werden mindestens 500.000 Euro kosten, das ist ein Schock für uns. Wir wissen noch nicht, wie wir das finanzieren können“, erklärte Superintendent Paul-Gerhard Stamm. Der Kirchenmann versucht derzeit, Geld aus verschiedenen Töpfen für die anstehenden Renovierungsarbeiten zu bekommen.

Der Turm der St. Reinoldikirche, die im Krieg bis auf die Grundmauern zerstört worden ist, wurde von 1947 bis 1957 wieder aufgebaut. Dabei erhielt er einen Betonkern, an dem Arbeiter die alten Sandsteine befestigten. „Zum Teil sind aber nur dünne Platten angebracht worden“, berichtet Küster. Durch die Witterung seien in den vergangenen Jahren kleine Risse entstanden, Fugen lösten sich. „Wir können also nicht zu 100 Prozent ausschließen, dass sich eine der Platten löst“, so Stamm.

Wenn das Gerüst in gut einer Woche steht, sollen Experten die Schäden genau untersuchen. Einen ersten Eindruck hatten sie sich im Januar mit einem Hubsteiger gemacht.

Während der Arbeiten „schweigt“ die Kirche in den kommenden Monaten voraussichtlich. „Die Glocken können auch Sicherheitsgründen nicht mehr läuten, auch die Turmbesteigungen fallen auf unbestimmte Zeit aus“, erläuterte Küstermann. Wegen kleinerer Schäden am Mauerwerk ist derzeit schon der untere Teil Turm der St. Petri-Kirche eingerüstet. Ebenso die Johanneskirche an der Bornstraße – aus Kostengründen sollen dort Metallnetze angebracht werden, um das Herabstürzen von Mauerteilen zu verhindern.

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