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Der General als Sparringspartner

Jac van Steen will am Orchesterklang arbeiten, einen «Composer in focus» suchen / Neues Gratis-Abo

21.05.2007

«Die Sinfonie ist für mich ein Symbol für Energie, ein guter Startpunkt für die nächsten sechs Jahre Zusammenarbeit», erzählte der 50-jährige Niederländer gestern bei einer Matinee für Abonnenten im Konzerthaus. Am Orchesterklang will der neue General arbeiten, Musik des 21. Jahrhunderts integrieren, aber mit Traditionen verbinden. «Ich versuche, einen «Composer in focus» für die Philharmoniker zu gewinnen. Schwerpunkt des Programms wird klassisch-romantisches Repertoire sein. «Ich bin ein riesiger Dvorak-Fan, liebe Debussy und dirigiere gerne Haydn und Beethoven», so van Steen. Sonderkonzerte will er in Dortmund etablieren, beim renommierten Label Dabringhaus und Grimm CDs mit den Philharmonikern aufnehmen und das Orchester auf Reisen bekannt machen. «Dieses Orchester muss nach London», meint van Steen, der fester Gastdirigent des BBC National Orchestra of Wales ist. «Klare Linien schaffen» will der Dirigent auch in der Oper. Mitte Juni entwickelt er mit Christine Mielitz drei Tage lang das Gerüst für den Musiktheater-Spielplan der übernächsten Saison. «Ich werde keine Werke dirigieren, die ich nicht hundertprozentig gewählt habe», so van Steen. Das stünde auch in seinem Vertrag, der zur Spielzeit 2008/09 beginnt. In der nächsten Saison will er beginnen, «das Orchesterbild zu gestalten», drei Konzerte und zwei Opern dirigieren. Die Zusammenarbeit mit Mielitz sei schön: «Sie ist eine starke Frau, die auch einen Sparringspartner braucht», so van Steen, der vor Ideen auch fürs Kulturhauptstadtjahr 2010 übersprudelt. Ob die Philharmonischen Konzerte künftig weiter drei Mal stattfnden, würde diskutiert. Van Steen kann sich auch vorstellen, den dritten Tag als Probentag zu nutzen. «In meinem Vertrag steht, dass ich einen Bonus bekomme, wenn die Saalauslastung höher als 82 % ist», sagt der Niederländer und arbeitet daran. - Auch mit der neuen Abo-Aktion: Wer einen Abonnenten für zwei Jahre wirbt, zahlt im ersten Jahr für beide Abos die Hälfte. Das neue Abo ist im ersten Jahr also kostenlos. JG

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