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"Die Bürger werden gequält"

20.02.2008

"Die Bürger werden gequält"

Zwei Jugendliche wurden nach Mitternacht aus der U-Bahn verwiesen.

Beim Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Nordrhein-Westfalen hat man nur harsche Worte für die Warnstreiks und verdi in Dortmund: "Das ist bösartig, was da läuft. Da werden die Bürger gequält", sagt Sprecher Dr. Emil Vesper. In Dortmund fühle sich verdi "offenbar besonders stark". Doch verdi zahle keine Streikgelder. "Und wir sagen brutal Lohnabzug", so der KAV-Sprecher - damit nicht letztlich der Bürger den Warnstreik auch noch finanzieren und später wegen der Tarifabschlüsse höhere Gebühren zahlen müsse.

Denjenigen, die sich ganztägig im Ausstand befänden, zahle man sehr wohl Streikgeld, stellte verdi-Geschäftsführer Ulrich Dettmann klar. Nur für ein- bis zweistündige Warnstreiks gebe es nichts. Die ausgefallene Arbeitszeit ziehen die Stadt und ihre Töchter, wie vom KAV gefordert, den Streikenden vom Lohn ab - sofern sie nicht in Gleitzeit arbeiten.

Mit ihrer 24-stündigen Aktion am Freitag, an der sich neben den Fahrern auch die Mitarbeiter der Werkstätten, der Verwaltung und der Kundencenter beteiligen, wollen die Beschäftigten ihrer Forderung nach kräftigen Einkommenserhöhungen (8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 monatlich) Nachdruck verleihen und so Bewegung in die Verhandlungen bringen.

Übrigens, der zehntägige Streik 1992, bei dem Busse und Bahnen lahm gelegt wurden, endete damit, dass die 4,8 Prozent, die die Arbeitgeber geboten hatten, bei der Schlichtung zu einem Plus von 5,4 Prozent in den unteren und von 3,4 Prozent in den oberen Lohngruppen führte. ko

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