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Die Kunst mit den langen Beinen

Die Figuren mit den langen Beinen sind sein Markenzeichen - seit 15 Jahren. Hat er denn nicht mal Lust auf andere Themen, andere Motive? "Nein, ich habe mit meinen Männchen noch zu viel vor", sagt Wolfgang Schmidt. Aktuell zeigt der Depot-Künstler neuere Arbeiten in der Galerie Fischer.

12.02.2008

Die Kunst mit den langen Beinen

<p>Streng parallel. pin</p>

Nach und nach will Galerist Dieter Fischer allen Künstlern eine Ausstellung widmen, die im Depot an der Immermannstraße arbeiten. Nach Hanfried Brenner ist nun Wolfgang Schmidt mit seinen langbeinigen, stark schematisierten Figuren an der Reihe.

Schmidt bannt sie mit Acryl oder Graphit auf die Leinwand, sägt sie aus Holz aus oder gestaltet kleine Skulpturen. Die Feinheiten und den Witz, den Schmidt aus seinem Thema zieht, erkennt nur, wer sich einen Überblick verschafft: Die Figuren stehen mal beziehungslos parallel nebeneinander, mal berühren sie sich an den Knien und scheinen zu kommunizieren. Mal ist ihr Oberkörper leicht geneigt, mal verschmelzen zwei Figuren zu einer. Manche sind bunt, manche sind in gewissen Abständen zueinander angeordnet, was ihnen Rhythmik gibt. Andere Figuren hat er getreu dem Satz des Pythagoras im Dreieck angeordnet. Wolfgang Schmidt sieht sich in der Tradition der konkreten Kunst, die auf mathematisch-geometrischen Grundlagen beruht - allerdings sind seine Arbeiten im Gegensatz zu denen der konkreten Künstler figurativ - im Wortsinn.

"Angefangen hat alles im Studium: Ich habe mich mit den Armen hinter dem Rücken vor den Spiegel gestellt und abgezeichnet", erzählt Schmidt. Nach und nach veränderte sich sein Prototyp, die Figur verlor ihre Füße, die Schultern wurden schmaler. Mittlerweile "zerstückelt" Schmidt seine Figur sogar, hängt etwa die Beine getrennt neben den Körper - ein Spiel mit Formen und Strukturen, mit Reihen und Rhythmen. pin

Eröffnung morgen (14.2.), 19 Uhr, bis 2.3. (Finissage mit Künstlergespräch), Immermannstr. 39

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