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Die Lage spitzt sich zu

kirchhhörde Per Einschreiben mit Rückschein fordert die Kirchhörder CDU das Kloster Helgoland in Mayen in der Eifel auf, das ehemalige Marien-Hospital an der Klöcknerstraße zu sichern und endlich auch zu verkaufen.

05.02.2008

Die Lage spitzt sich zu

<p>CDU-Ratsmitglied Matthias Ulrich zeigt mit dem Finger auf den fortschreitenden Verfall des ehemaligen Marien-Krankenhauses an der Klöcknerstraße in Kirchhörde. Bandermann</p>

"Wenn diese Immobilie leer steht, wird sie definitiv nicht besser", sagte der Ortsunions-Vorsitzende Matthias Ulrich gestern. Zwar seien alle Anrufe und Briefe sowie ein persönlicher Besuch in dem Kloster in Mayen "verhallt", "aber wir lassen das nicht mehr einfach treiben", so Ulrich - deutlich verärgert.

Nicht geschützt

In einem Brief an das "Provinzialat der Franziskanerinnen von der Heiligen Familie" weist die Ortsunion darauf hin, dass die Immobilie unzureichend geschützt sei. In dem Schreiben bemängelt Ulrich auch die Kommunikation zwischen interessierten Investoren und dem Kloster: Eine Kontaktaufnahme sei nur schwer möglich, Schreiben und Rückrufwünsche würden nicht beantwortet. "So geht es nicht weiter", kritisiert der Ratsherr die Zurückhaltung des Klosters, denn "Eigentum verpflichtet", meint Ulrich.

"Dringend" bittet er die Provinzoberin darum, die Eigentümerpflichten zu erfüllen. Wie berichtet, sind auf dem Grundstück des früheren Krankenhaus-Geländes gebrauchte Drogenspritzen gefunden worden.

Zwar kontrolliert ein Wachdienst das Gebäude, das an zahlreichen Stellen mit Papiersiegeln versehen ist, doch der Verfall schreitet voran: Spitze "Glaszähne" eingeschlagener Erdgeschossscheiben drohen herabzufallen. CDU-Bezirksvertreter Thorsten Hoffmann spricht deshalb von einer "akuten Verletzungsgefahr für spielende Kinder", weil das Grundstück problemlos betreten werden könne - lediglich ein rot-weißes Flatterband markiert die Grenze.

Genug Interessenten

Seriöse Interessenten seien vorhanden, weiß Ulrich aus der Architekten-Branche. Das Gelände z. B. für ein Altenpflegeheim oder ein Wohnprojekt zu nutzen sei kein Problem. Doch weil "der Leidensdruck in dem Kloster nicht groß" sei, habe man es in Mayen offenbar nicht eilig.

Dazu Ulrichs Stellvertreterin Rose-Marie Wille: "Die Franziskanerinnen sind im Gespräch lieb und nett, aber viel mehr ist leider nicht zu erreichen." ban

Die von der CDU-Ortsunion angeschriebene Provinzoberin war gestern nicht erreichbar.

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