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Die Suche nach dem perfekten Ton

25.02.2008

Jung, frisch und musikalisch lebhaft - so hat sich das Jerusalem Quartett 1999 beim Streichquartett-Festival im Harenberg-Haus vorgestellt. Und wurde von den Besuchern zum besten Nachwuchsensemble gewählt. Abgeklärter haben sich die vier Musiker aus Israel dann in der vergangenen Saison im Konzerthaus vorgestellt, wo sie alle Schostakowitsch-Quartette spielten und bestimmt nicht zum letzten Mal zu Gast waren.

Frisch und musikalisch lebhaft sind die Herren immer noch, und die Suche nach dem perfekten Klang stellten sie am Sonntag im neuen Harenberg-Streichquartett-Zyklus noch mehr in den Vordergrund.

In Haydns "Vogelquartett" war das ein frischer, klarer Klang mit einem Vogelstimmen-Duett der Geiger im Scherzo, im "Between the Sacred and the Profane" von Menachem Wiesenberg gebetshafte Klänge, deren Grundlage jüdische liturgische Lieder bilden. Dicht und ausdrucksstark mit viel rhythmischer Sorgfalt spielten die Streicher das 1991 komponierte Werk.

Die Homogenität des Klangs ist den Musikern wichtig. Vier italienische Instrumente, die perfekt zueinander passen, darunter eine Bratsche von 1570 mit einem markanten, warmen Ton, spielt das Quartett. Und auch im Ausdruck haben die Streicher ein Höchstmaß an Übereinstimmung gefunden. In Borodins romantisch-elegischem 2. Streichquartett hörte man das an Phrasierung und Artikulation. Nicht nur Primus Alexander Pavlovsky wäre ein ebenso guter Solist wie Kammermusiker. JG

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