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Diogenes Quartett spielte auch philosophisch

04.02.2008

Die neue Streichquartett-Reihe im Harenberg-Haus hatte am Sonntagabend einen erfolgreichen Start: Fast alle Abonnenten der Festivals sind wiedergekommen, der Saal war gut gefüllt, und auch das Künstlergespräch blieb eine schöne Tradition.

Mit dem Diogenes Quartett aus München eröffnete ein spannendes Ensemble die Reihe. Für "Rückblicke" ist die 1996 gegründete Formation bekannt - am Sonntag schlugen die Streicher eine Brücke von Mozart und Schubert in die Moderne, zu Günter Bialas und seinen "Assonanzen" aus dem Jahr 1996. Der 1995 gestorbene Bialas war ein experimentierfreudiger Komponist, dessen "Assonanzen" vor musikalischen Einfällen übersprudeln, eine Fülle von technischen Variationen bieten und große melodischer Linien mit minimalistischen Tönen und Dissonanzen verbinden.

Die Genauigkeit besticht am Spiel des Diogenes Quartetts. Wie sorgsam die Streicher Bialas' Musik schattierten, war beeindruckend. Klug durchdacht klang das Werk - das passte zum Namen der Quartetts, zum griechischen Philosophen Diogenes.

Die Frauen in den Mittelstimmen, Gudrun Kirpal (2. Violine), und Stephanie Krauß (Bratsche), sind mit ihrem schönen Ton das Herz des Ensembles. Die Männer (Primus Stefan Kirpal und Cellist Stephen Ristau) gingen energischer ans Werk. Dass die drei hohen Streicher die selbe Lehrerin hatten, hörte man in Schuberts "Rosmunde" an der Übereinstimmung in der Tongestaltung.

Lebendig und fein

Ein liedhaftes Drama machten die Münchner aus dem Werk mit einer farbigen, dynamisch differenzierten Interpretation. Mozart bildete den Rahmen des Konzerts: Lebendig und fein ausmusiziert klang das Quartett KV 575. Dass langsame Sätze dem Diogenes Quartett besonders liegen, betonten die Münchner mit der Zugabe, dem 2. Satz aus Mozarts "Frühlingsquartett". JG

Beim nächsten Konzert am 24.2., 19.30 Uhr, spielt das Jerusalem Quartett. Karten: Tel. 9056166.

www.hcc-dortmund.de

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