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Durch "Chill"-Treff hat Polizei in Nette weniger zu tun

08.02.2008

Nette "To chill" heißt, frei aus dem Englischen übersetzt, sich entspannen. Der Name des gleichnamigen Beziehungsprojekts für "schwierige" Jugendliche in der Jugendfreizeitstätte (JFS) "Smile" in Nette trägt seinen Namen zurecht.

Zwei Jahre "Chill" und aufsuchende Arbeit bringen eine erfreuliche Bilanz. Seit die Jugendlichen die Möglichkeit haben, an fünf Tagen in der Woche die Räumlichkeiten des "Smile" in der Zeit von 21 bis 24 Uhr für sich im "Chill" selbstbestimmt zu nutzen, konnten soziale Brennpunkte wie am Hallenbad und am Rewe sowie weitere Problemzonen entschärft werden. Weitere Treffpunkte entstanden erst gar nicht.

Zwei Jahre erfolgreich

Vor Vertretern des Jugendamtes, der Polizei, der Bezirksvertretung und interessierten Bürgern nahm das Team des "Chill" die Gelegenheit wahr, die erfolgreiche Arbeit in den letzten zwei Jahren hervorzuheben.

Sie beruhe auf einer umfassenden Situationsanalyse des Sozialbereichs Nette, einer intensiven Beziehungsarbeit mit den "schwierigen" Jugendlichen und nicht zuletzt auf einer ausgeprägt guten Zusammenarbeit mit dem Jugendamt und der Polizei.

Robert Austmann (Foto), Leiter der JFS Nette: "Wir wollen die Jugendlichen nicht verdrängen. Sie haben ein Recht darauf, sich irgendwo zu treffen."

Der Leiter der Polizeiwache Mengede Clemens Marischen (Foto), lobte die Arbeit: "Seitdem das Projekt besteht, ist ein deutlicher Rückgang der Polizeieinsätze zu verzeichnen." Sein Wunsch ist, dass das "Chill" auch Samstag geöffnet hat.

Gudrun Feldmann (SPD), Mitglied der Bezirksvertretung Mengede, stellte fest: "Das subjektive Sicherheitsempfinden der Anwohner im Bereich des Schulzentrums hat deutlich zugenommen."

SPD-Fraktionssprecher Werner Locker meinte: "Wir haben eine Einrichtung im Ortsteil Nette, um die uns andere Stadtbezirke beneiden."

Sonja Carstens (Foto) als Vertreterin des Jugendamtes stellte ihrerseits die gute Zusammenarbeit mit den Projektpartnern des "Chill" heraus.

Angesichts der positiven Bilanz des Projektes stellte Willi Habecke, stellvertretender Abteilungsleiter im Jugendamt, eine weitere Finanzierung der Maßnahme über das Jahr 2008 in Aussicht.

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