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"Ego-Wahn hat im Handwerk keinen Platz"

DORTMUND Sorge bereitet Otto Kentzler das Unternehmerbild, das in der Öffentlichkeit in den vergangenen Wochen vermittelt wurde. Der Präsident der Handwerkskammer (HWK) Dortmund und zugleich des Zentralverbands des Deutschen Handwerks bezog dazu bei der Meisterfeier im Dortmunder Konzerthaus am Samstag deutlich Stellung.

von Von Bettina Kiwitt

, 23.02.2008
"Ego-Wahn hat im Handwerk keinen Platz"

Die 16 Bestmeistern mit NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben (3.v.l.), Oberbürgermeister Dr. Gerhard Langemeyer (2.v.r.), Handwerkspräsident Otto Kentzler (r.) und HWK-Hauptgeschäftsführer Klaus Yongden Tillmann (l.).

 „Das ist nicht das Unternehmerbild des Handwerks. Unsere Betriebe sind Team-Player. Ego-Wahn hat im Handwerk keinen Platz. Es sind vor allem die Handwerksmeister, die Verantwortung übernehmen und Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Region schaffen. Die nicht abwandern ins Ausland. Die sich kümmern. Um den Betrieb. Um die Mitarbeiter. Um die Belange der Gesellschaft“, betonte Kentzler.

Ein Gütesiegel

Bei der Feier standen die 436 neuen Meisterinnen und Meister, die im vergangenen Jahr mit Erfolg bei der HWK die Prüfung für die Königsklasse im Handwerk abgelegt haben. „Der Meisterbrief ist und bleibt das Aushängeschild für Kompetenz und Qualität im Handwerk. Er ist das Gütesiegel, auf dem das Vertrauen der Kunden in das deutsche Handwerk beruht“, so der Handwerkspräsident.

Zu hohe Lohnnebenkosten

„Die Zeiten für Gründer sind derzeit zwar nicht schlecht, aber der Aufschwung hat noch nicht alle Bereiche des Handwerks erfasst. Deshalb treten wir mit Nachdruck dafür ein, dass sich die Rahmenbedingungen für Handwerksbetriebe verbessern und der Aufschwung stabilisiert wird“, sagte Kentzler. Entlastungen versprächen zum Beispiel die Unternehmens- und die Erbschaftssteuerreform, viel Reformbedarf gäbe es aber noch bei den hohen Lohnnebenkosten. 

Meistergründungsprämie großer Erfolg

Festrednerin bei der Meisterfeier war NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben, die die gründerfreundliche Politik der Landesregierung ins Blickfeld rückte: „Wir setzen die Rahmenbedingungen richtig und beseitigen finanzielle und bürokratische Hürden für die, die sich engagieren und Verantwortung tragen: Trotz angespannter Haushaltslage erhält jeder Meister, der sich selbständig machen will, landeseinheitlich eine Meistergründungsprämie von 7.500 Euro.“

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