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Einblicke in die Welt der Armut

10.02.2008

Ihren Dienst in der Tafel traten am Samstag neun Schülerinnen und ein Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule an.

Insgesamt vier Samstage verbringen die Jugendlichen als Sozialpraktikum in der Lebensmittelausgabe an der Osterlandwehr. Ihre Aufgaben: Zum Beispiel schlechtes Obst und Gemüse aussortieren, Brote ordnen, Kisten packen und natürlich Lebensmittel abholen und ausgeben.

"Das ist für die Praktikanten ein guter Einblick und für uns natürlich eine Entlastung", meint Silvia Farken, die als Bereichsleiterin Laden bei der Tafel arbeitet.

Die 15- bis 17-jährigen zeigen sich offen und interessiert - schließlich sind sie alle freiwillig hier. Im Religionsunterricht haben sie sich intensiv auf das Thema Armut vorbereitet. Jetzt sammeln die Jugendlichen praktische Erfahrungen: "Wir erleben die Leuten hier, und wie sie miteinander umgehen", so die 17-jährige Berit. Das Ergebnis ihrer Beobachtungen: Der Umgang ist freundlich, die Arbeitsatmosphäre angenehm.

Ob die Arbeit im sozialen Bereich allerdings auch über das Praktikum hinaus in Frage kommt, kann Berit noch nicht sagen. "Vielleicht am Wochenende, so nebenbei", überlegt sie. Mit fünf anderen ist sie im Ladenbereich eingesetzt, baut das Sortiment auf und bedient die Kundschaft.

Pia, Sophie, Verena und Ricarda hingegen verbringen den Tag im Lager. Geduldig sortieren sie dort kistenweise Brotaufstriche nach Haltbarkeitsdatum. Auch wenn hin und wieder ein kaputtes Gefäß die Arbeit zur schmierigen Angelegenheit macht, findet Sophie (16): "Das macht schon Spaß."

Der Ernst des Themas bleibt aber immer bewusst. "Wir haben im Unterricht viel über Armut geredet", berichtet Viktoria (16), doch das meiste kannte sie schon aus den Medien. Umso wertvoller ist wohl der direkte Einblick, den Martin Wienke rund 40 Zehntklässlern der Schule ermöglicht.

Der Religionslehrer hat den Kontakt zur Tafel und zu anderen karitativen Einrichtungen wie Altersheimen und der Bahnhofsmission hergestellt.

SEN

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