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Es tut überhaupt nicht weh

26.02.2008

Es tut überhaupt nicht weh

<p>Prof. Dr. Ingo Flenker bei einer endoskopischen Untersuchung. Foto privat</p>

"Wie, das war's schon?" Die meisten Patienten sind völlig perplex, dass die Darmspiegelung bereits vorbei ist und sie nichts davon gemerkt haben. Der Grund: Etwa 98 Prozent aller Untersuchten lassen sich vorher mit Medikamenten beruhigen.

Prof. Dr. Ingo Flenker, Chefarzt der Medizinischen Klinik am Katholischen Krankenhaus Dortmund-West in Kirchlinde und Mitglied im Ärztlichen Leitungsteam des Darmzentrums Ruhr, begab sich selbst gänzlich ohne Betäubung in die Hände der Kollegen: "Die Untersuchung ist wirklich nicht schlimm. Ich habe sie schon drei Mal bei mir machen lassen." Der Facharzt, an dessen Klinik sechs Gastroenterologen arbeiten, sieht täglich, wie überlebenswichtig Darmkrebsvorsorge ist. Während man andere Tumorererkrankungen bestenfalls im gut heilbaren Früherkennungs-Stadium diagnostizieren kann, ist Darmkrebs durch die Koloskopie bis zu 90 Prozent verhinderbar, weil mögliche Polypen als Krebsvorstufen entdeckt und sofort beseitigt werden.

Zum letzten Darmtag kamen gut 300 Besucher in das Katholische Krankenhaus. Rund 3000 Koloskopien wurden 2007 am Kirchlinder Krankenhaus durchgeführt. Ein Anstieg von 25 Prozent. "Dabei ist die Zahl der entdeckten Darmkrebserkrankungen um etwa sechs Prozent angestiegen", betont Prof. Flenker. Bei jedem Vierten seien Vorstufen, also Polypen entdeckt worden.

Leider nutzten nur 11,2 Prozent der Männer und 12,7 Prozent der Frauen die Vorsorgemöglichkeit, sich ab dem 56. Lebensjahr alle zehn Jahre zur Darmspiegelung anzumelden. Grund genug für einen weiteren Aufklärungstag am Krankenhaus Dortmund-West. bö

Samstag (1. 3.), 10-14 Uhr, Live Vorführungen in der Endoskopie (EG) und der chirurgischen Ambulanz (1. OG), 11 und 13 Uhr, Expertenvorträge, ab 12 Uhr Mittagessen (kostenlos).

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