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Frauen, Wein und Cha Cha Cha

Frei bleibt das Zimmer nie, wenn das Konzerthaus Götz Alsmann einlädt: Zwei Mal plauderte "Prof. Bop" am Freitag und Samstag im ausverkauften Saal Geheimnisse aus.

10.02.2008

"Ich rede gerne. Und ich hör mir auch sehr gerne selbst zu. Das wird mir nie langweilig", stimmte der 50-Jährige auf einen redseligen Abend ein. - Das war kein Geheimnis. Auch nicht, dass der Mann mit der Gel-Haartolle wahrscheinlich eher ein Spross von Schnellsprecher Dieter Thomas Heck, den Märchenerzählern Grimm und den Rhythm & Blues- und Bossa-Komponisten der Schellack-Zeit ist als von einer Zirkus-Wandertruppe, wie er dem Publikum weismachen wollte.

Launig fabulierte sich der Münsteraner zwei Stunden lang durch seine Geheimniskrämerei. Das Geheimnis von Götz Alsmann ist neben seiner Beredsamkeit, dass er ein fabelhafter Jazzpianist ist und dass er eine große Entertainer-Ausstrahlung hat, die auf der Bühne noch besser ankommt als im Fernsehen.

"Vertrauen Sie mir nie ein Geheimnis an", warnte er das Publikum, war dann aber auch großzügig mit Tipps, wie und wo man am besten Frauen kennen lernen kann: "Beim Mondschein im Park", wo er für zärtliche Stimmung mit der Ukulele sorgte, beim "Gläschen Wein" zu Cha Cha-Klängen und "Wenn es Frühling wird", dem Jazz-Schlager, mit dem Rodgers und Hammerstein schon bei der Großeltern-Generation der Zuschauer Frühlingsgefühle weckten.

Die Legenden des Jazz und Schlagers der 1940er bis 60er Jahre versammelte Alsmann mit behutsam modernisierten Rockabilly- und Swing-Hits (vornehmlich über die Liebe) in seinem Programm: Greetje Kauffeld, Margot Hielscher, Joachim Fuchsberger, Michael Jary. Und zeigte zwischendurch, dass man auch gönnen können muss: Zum Beispiel Markus Passlick ein schönes Solo auf dem Cajon oder ein "Amazing grace" auf der Blockflöte. Ein letztes Geheimnis wird erst am kommenden Freitag gelüftet. Bei der Echo-Preisverleihung, wo Alsmanns Album "Mein Geheimnis" nominiert ist. JG

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