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Frostige Kontrollen zum Nachtfahrverbot

DORTMUND Seit dem 6. Februar gilt auf der B1 zwischen den Autobahnkreuzen Dortmund-Unna und Dortmund-West ein Nachtfahrverbot für Lkw. Zeit für die Polizei, in der Nacht zum 15. Februar einmal Kontrollen durchzuführen.

15.02.2008
Frostige Kontrollen zum Nachtfahrverbot

LKW-Kontolle der Polizei, am Donnerstag, den 14.02.2008, auf dem Parkplatz der Westfalenhalle an der B1.

Es ist kurz nach 22 Uhr, dunkel und bitter kalt. Der Verkehr auf der B1 hat merklich nachgelassen, als sich 18 Polizisten für die Lkw-Kontrollen bereit machen. Es ist 22.40 Uhr, als sie die ersten drei Lkw auf den Parkplatz vor der Westfalenhalle winken. Ein Franzose, ein Niederländer und ein Brummi mit Berliner Kennzeichen - anhand der Nummernschilder sortieren die Beamten aus, wer in besagtem Radius wohl Ladung aufgenommen oder zu entladen hat. 

Den Niederländer erwischt es. „Echt, da sind Schilder? Die habe ich nicht gesehen.“ Huib Smits kommt von der niederländischen Küste und will nach Soest. Ein Stau in Duisburg hat ihn bereits eine Stunde gekostet - und jetzt 20 Euro. So viel kostet die Missachtung des Nachtfahrverbotes. „Ohne den Stau wäre ich längst durch Dortmund“, sagt der zahlende Holländer und hofft „dass mein Chef das Ticket bezahlt“.

Die Beamten erzählen, dass das Lkw-Aufkommen deutlich nachgelassen habe. Es scheint zu stimmen, nach den ersten fünf Lkw dröhnt nur noch der Stromgenerator der Polizei, der für ausreichend Licht sorgt. Eine Zigarettenlänge später kommen wieder vier, fünf Fahrzeuge.

Uwe Schmitt hört nach der Erklärung des Beamten nur noch, wie seine EC-Karte durch das Scheckkarten-Lesegerät gezogen wird. Weitere 20 Euro. „Der Weg ist kürzer, die Schilder habe ich nicht gesehen“, gibt der Brummi-Fahrer zu, der von Antwerpen kommend Richtung Thüringen ist.

Die Mehrheit der Trucker nimmt die Kontrolle gelassen, ein Pole versucht vergeblich zu handeln, und Klaus Müller aus dem Westerwald erklärt in Seelenruhe, wo sein Ziel liegt. „Also“, sagt der 53-Jährige mit dem roten Käppi, „ich muss auf der B1 hinter der Tankstelle abfahren, dann am Stoppschild links, immer geradeaus, dann kommt erst eine Tankstelle und dann die Autogastankstelle. Ich bin also Anlieger.“ Fragezeichen umgeben Oberkommissar Jürgen Blask von der Autobahnpolizei Kamen. Die ortskundigen Beamten helfen aus, Trucker Klaus darf weiter.

Ein erstes Fazit fällt nach zwei Stunden ernüchternd aus. 40 Lkw sind über die B1 gefahren, 20 wurden kontrolliert. Nur acht davon missachteten das Nachtfahrverbot. So wie die Anzahl der ankommenden Lkw fällt auch die Temperatur. Und der Einsatz dauert noch bis 5 Uhr.

Fazit der Polizei

18 Polizeibeamte kontrollierten insgesamt 108 schwere Lkw . Elf Fahrzeugführer (ca. 10 %) wurden wegen einer Missachtung des Verkehrsverbots verwarnt und müssen ein Verwarngeld in Höhe von 20 Euro entrichten. Außerdem erstattete die Polizei wegen anderer im Rahmen der Lkw-Durchfahrts-Kontrolle festgestellter Verstöße insgesamt sechs Ordnungswidrigkeitenanzeigen (zwei Verstöße gegen das Fahrpersonalrecht, ein Ladungsverstoß und in drei Fällen Gefahrgutvorschriften nicht beachtet).

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