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Funknetz gegen Diebstahl

Organisierte Kriminelle, Gelegenheitsdiebe und drogenabhängige Menschen, die durch Diebstahl ihre Sucht finanzieren: Die 30 Mitarbeiter der Detektei & Security Haziri (DSH) haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Ladendieben deutschlandweit auf die Schliche zu kommen.

04.02.2008

Funknetz gegen Diebstahl

<p>Nicht nur Digitalkameras wie auf unserem Foto sind oft Beute von Ladendieben. Geklaut wird alles, was nicht niet- und nagelfest ist. dpa</p>

"Allein in der Dortmunder Innenstadt betreuen wir neun Geschäfte", sagt DSH-Geschäftsführer Fabian Haziri. Neben Parfümerien sind darunter auch Warenhäuser. Wer glaubt, dass vor allem kleinteilige Ware geklaut würde, liegt falsch. Haziri: "Eigentlich wird alles mitgenommen, was nicht niet- und nagelfest ist. Man kann beobachten, dass die Dreistigkeit von Jahr zu Jahr größer wird."

Besonders vor Weihnachten und in der Ferienzeit steige die Quote stark an. "Unsere Aufgabe ist es, immer einen Schritt weiter zu denken als die Diebe, um diese zu stellen", so der Geschäftsführer. Technische Hilfsmittel unterstützen die Detektive bei ihrer Arbeit. "In der Regel ist ein Mitarbeiter in einem Video-Überwachungs-Raum, während zwei weitere Kollegen in Zivil den Laden überwachen", erklärt der Sicherheits-Chef. Zudem würden inzwischen zahlreiche Filialen Türsteher einsetzen, die eine abschreckende Wirkung auf potenzielle Täter hätten.

Per Funk sind die verschiedenen Stationen miteinander vernetzt - sogar filialübergreifend. "Wenn zum Beispiel ein Täter über den Westenhellweg flieht, kann man per Funk Detektive der Filialen, die auf seinem Weg liegen, erreichen. Diese können dann eingreifen", freut sich Haziri über die technischen Erleichterungen.

Zunächst fragen die DSH-Mitarbeiter Verdächtige höflich, ob sie vergessen hätten, Ware zu bezahlen. Haziri: "Manche geben es zu, andere streiten alles rigoros ab." In dem Fall wird die Polizei gerufen. Denn "Taschen dürfen wir nicht durchsuchen."

Wird ein Dieb erwischt, muss er mit einem Hausverbot im entsprechenden Laden rechnen. "Das heißt aber nicht, dass sich alle daran halten", grinst Haziri und verweist auf einen besonders hartnäckigen Dieb, der trotz Hausverbots immer wieder kam und so innerhalb eines Jahres rund 30 Hausfriedensbrüche beging. sp

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