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Geburtstagsgala für alle Sinne

25.02.2008

Vor fünf Jahren gründeten sich die Internationalen Symphoniker Deutschland in Dortmund - Anlass genug für eine Jubiläumsgala! Die erwartete Lobeshymne sprach am Sonntag im Konzerthaus allerdings nicht - wie durch Moderator Elmar Gunsch angekündigt - Oberbürgermeister Gerhard Langemeyer, sondern Bürgermeister Adolf Miksch: Lob für ein Orchester, dass es geschafft hat, in Zeiten von Orchesterschließungen so lange seine Existenz zu bewahren. Ein Orchester, das seit seiner Gründung pro Jahr hundert Konzerte absolviert. Das seinen Anspruch stets hoch hält.

Allround-Orchester

Ein Orchester, das nach den Worten von Elmar Gunsch, der sich selbst als "Nummerngirl mit Schnauze" bezeichnete, sich vor allem einen Namen als Zirkusorchester (Circus Roncalli) gemacht hat, wobei es sich in der Klassik ebenso zuhause fühlt wie im Jazz und Swing. Ein Allround-Orchester, das auch am Sonntag einen groß angelegten bunten Querschnitt durch die klassische Musik mit eigenwilligen Interpretationen bot, wodurch es sich sicher auch von hochrangigen Orchestern abhob. Mit großen Gesten und Lust an der eigenen Darstellung führte Dirigent Arkady Berin das in den Klangfarben vielfältig changierende Orchester in einer Weise, die es ihm erlaubte, die Klänge wie durch Zauberhand finaliter wieder zusammenzufügen, wobei großer Wert darauf gelegt wurde, selbst Wiederholungen nie gleich klingen zu lassen.

Sichtbare Klangfarben

Um alle Sinne anzusprechen, fanden sich die eindringlichen Klangfarben auch real an den Wänden des Konzertsaals wieder. Eine notwendige Ablenkung - etwa als Maite Itoiz über Mikrophon Puccinis "Un bel di vedremo" aus "Madame Butterfly" erklingen ließ, auch als sie noch einmal mit John Kelly dem Kosmos eine Hymne bereitete.

Große Ovationen dann für die hervorragenden Solo-Künstler, die das Orchester gewinnen konnte, wie Cellist Mischa Maisky, der mit Max Bruchs "Kol Nidrei" und Camille Saint-Saëns "Schwan" aus dem "Karneval der Tiere" atemberaubende Glanzpunkte im klassischen Bereich ebenso setzte wie Pianist Joja Wendt, der Klassisches mit viel Spielwitz und Humor verjazzte. EG

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