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Geschichtenerzähler mit dem Taktstock

12.02.2008

Geschichtenerzähler mit dem Taktstock

Ekhart Wycik, stellvertretender Generalmusikdirektor des Theaters, verlässt Dortmund am Ende der Spielzeit.

Was macht ein Dirigent, wenn Theater- und Konzertfreunde bei ihm "Zu Gast" sind, aber kein Orchester da ist? - Er macht Hausmusik am Klavier. Mit seiner Ehefrau und einem Freund.

"Miteinander musizieren ist das Wichtigste", erzählte Ekhart Wycik, 1. Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor, den Besuchern am Montag im Opernhaus-Foyer. Miteinander musizierte er improvisierend mit dem neuen Korrepetitor des Theaters, Thomas Hanning, den der Dirigent am Bielefelder Theater kennen gelernt hat. Außerdem mit Mezzosopranistin Franziska Rabl, die die Carmen in seiner ersten Dortmunder Opernproduktion war, und mit seiner Frau, Sopranistin Laurie Gibson. - Eigentlich schade, dass den Dortmundern die große, tragfähige Stimme der Amerikanerin, die man in Liedern von Richard Strauss hörte, bislang vorenthalten blieb. Als Butterfly in Bielefeld hat sie ihren Mann kennen gelernt.

Vielseitig lernten die Theater- und Konzertfreunde Wycik kennen: Er mag am liebsten Musik von Mozart ("neben Verdi ist das der menschlichste Musiker"), bewundert Wagners Instrumentation, hat Schumanns Klaviermusik und Musikwissenschaft an der Robert-Schumann-Musikhochschule in Düsseldorf studiert und sieht ein bisschen aus wie Johann Strauß.

"Mich hat fasziniert, mit Musik Geschichten zu erzählen. Deshalb habe ich Musik studiert", erzählte der Dirigent, der als Schüler Posaunist in einer Big Band war.

Die "Zigeunerlieder" von Brahms, die er in einem Chor in Hagen gesungen hat, haben die Liebe zum Dirigieren geweckt. Mit Musik solche Emotionen wecken wie der Kapellmeister in Hagen, wollte Wycik auch. Über Bielefeld, Kaiserslautern und Ulm kam er 2006 nach Dortmund. Kinder- und Jugendkonzerte liegen dem Vater eines siebenjährigen Sohns besonders am Herzen. Außer der Hausmusik. JG

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