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Gestickte Minister, falsche Carabinieri

14.02.2008

Gestickte Minister, falsche Carabinieri

<p>Stephan Mörsch mit libanesischen Wachhäuschen. pin</p>

Wie politisch ist zeitgenössische Kunst? Wie gehen Künstler mit gesellschaftlich relevanten Themen um? Fragen, die das Künstlerhaus am Sunderweg umtreiben. In ihrer neuen Ausstellung "politics" zeigen sie verschiedene Arbeiten, die sich künstlerisch mit politischen Inhalten beschäftigen.

Ironisch, aber auch plakativ tut das der Hannoveraner Daniel Behrendt, der die aktuelle Ministerriege porträtierte - und von seiner Mutter auf DDR-Stoffservietten sticken ließ. Tanya Ury dokumentierte mit dem Fotoapparat den aktuellen Camouflage-Modetrend. "Zivilisten kleiden sich freiwillig in Tarnfarben - ich bin mir noch nicht sicher, was sich damit ausdrückt", sagt die gebürtige Britin.

"EU 2020?" heißt die Videoarbeit der Düsseldorferin Myriam Theyes, die die Flaggen aktueller und künftiger EU-Staaten lebendig werden lässt. Am Ende verwandelt sich die türkische in die Europa-Fahne - doch in den Sternenkreis haben sich Halbmonde eingeschlichen.

"Ästhetische Schocks" verursachten Stefano Giuriati und Aldo Gianotti, die zwei Wochen lang als italienische Carabinieri verkleidet durch München fuhren. Die Fotos dokumentieren den verstörenden Eindruck des Fremden im Vertrauten, zeige belustigte, aber auch verständnislose Blicke.

Die fast liebevollen Anstriche libanesischer Soldaten-Wachunterstände zeigt Stephan Mörsch mit seinen Holz-Modellen - ein kleiner Rest Individualität im uniformierten Militäralltag. pin

Eröffnung heute(15.2.), 20 Uhr, Sunderweg 1, bis 30.3., geöffnet do-so 16-19 Uhr

Gestickte Minister, falsche Carabinieri

<p>Stefano Giuriati fuhr als Carabinieri verkleidet durch Europa.</p>

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