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Gesucht: Ehrenamtliche "Wohltäter"

Tivon-Heinar ist vier Jahre alt, liebt Pferde und Gummibärchen. Und er ist schwer krank. Diagnose: Down-Syndrom und die Darmerkrankung Morbus Hirschsprung.

10.02.2008

Wie lange er leben wird, steht in den Sternen: "Man kann es nicht wissen", sagt Marianne Welter.

Die selbstständige Lebensberaterin arbeitet seit einem Jahr ehrenamtlich für den ambulanten Kinderhospizdienst Unna/Hamm. Seit August 2007 verbringt sie jede Woche drei Stunden ihrer Freizeit mit Tivon und seiner Familie.

"Sie macht eigentlich alles, was anfällt", sagt Tivons Mutter Claudia Winter (47). "Mit Tivon unternimmt sie Spielenachmittage oder Waldspaziergänge. Für mich ist sie ein Seelenheil, ein Stück Wohltat." Welter: "Es geht darum, einfach da zu sein."

Doch einfach ist Tivons Erkrankung selten, trotz seines jungen Alters hat er schon mehrere lebensgefährliche Darmverschlüsse hinter sich. "Man muss bereit sein, sich mit dem Tod eines Kindes auseinander zu setzen", erklärt Heike Gründgen vom Kinderhospizdienst. Wer dazu bereit ist und etwas Zeit übrig hat, sei herzlich willkommen: "Unser Ziel ist es, jeder Familie zwei Ehrenamtliche zu vermitteln", so Gründgen.

Seit 2004 gibt es den ambulanten Dienst in Unna und Hamm, der aktuell 15 Familien und 26 Helfer verwaltet. Hilfe erwarten kann jede Familie eines Kindes, das unter einer lebensverkürzenden Krankheit leidet.

Die Kooperation mit dem Flughafen ist für den Dienst eine wichtige Hilfe: "Wir sind total dankbar darüber", freut sich Gründgen, "das ist ein großer Multiplikator". Denn zwei Drittel der Kosten muss der Verein aus Spenden finanzieren. tag

Alle Infos unter Tel. 02303 942490 oder im Netz unter www.deutscher-kinderhospizver ein.de

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