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Günna liest Kumpel Anton

Kabarettist Bruno Knust stellt Hörbuch von Wilhelm Herbert Koch vor

25.05.2007

Tote Sprachen leben länger. Und zwar nicht nur, wenn sie von alten Römern gesprochen wurden. Mit Bruno Knust alias «Günna» versucht ein durchaus moderner Kabarettist, dem Ruhrpottdialekt lange nach dem Ende der Kohle-Ära wieder auf die Beine zu helfen. Dies tut er seit vielen Jahren als Kolumnist in den Ruhr Nachrichten. Und seit neuestem auch auf CD: Knust liest «Kumpel Anton für zum Hören». In den Büchern von Wilhelm Heribert Koch äußert Kumpel Anton seine Gedanken zum Leben. Die Geschichten in dem unverwechselbaren Industrie-Dialekt entstanden in den 60er Jahren. Doch für Bruno Knust sind sie nach wie vor aktuell: «Es hat mich wirklich überrascht, dass sich so viele Gedanken ohne Probleme auf die heutige Zeit übertragen lassen.» Rund 50 Minuten dauert das Hörbuch, das im Droste Verlag (11,50 Euro) erschienen ist. Der Verlag hatte Knust angesprochen und ins Studio geholt. «Als ich von den Besuchen bei Tante Martha las, hatte ich plötzlich wieder den Geruch von Sonntagsbraten und Hausbrand in der Nase», sagt der Kabarettist. «Jede Geschichte hat ihren ganz eigenen Charme.» Gerade mit Blick auf die Kulturhauptstadt 2010 bemerkt Knust, dass «das Ruhrgebiet vor allem von außen wieder sehr gefragt ist.» dac

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