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Handwerk: Jeder zweite Lehrling lobt Ausbildung

12.02.2008

Die ewige Frage stellt sich bei der jüngsten Umfrage der Handwerkskammern in Nordrhein-Westfalen: Ist das Glas halb voll oder halb leer? Oder anders ausgedrückt: Sind die Lehrlinge nun mit der Qualität ihrer Ausbildung zufrieden oder nicht?

Laut der Umfrage bewertet fast jeder zweite Lehrling im Kammerbezirk Dortmund seine betriebliche Ausbildung mit "sehr gut" oder "gut". Otto Kentzler (Foto), Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) und zugleich der Handwerkskammer (HWK) Dortmund, zu dieser Bewertung: "Dieses hervorragende Ergebnis zeigt deutlich die hohe Qualität der betrieblichen Ausbildung. Denn offensichtlich fühlt sich die überwiegende Zahl der Auszubildenden im Kammerbezirk bestens auf ihr Berufsleben vorbereitet."

Anstoß für die Umfrage gab unter anderem die wiederholte Kritik der Gewerkschaften an der angeblich mangelnden Qualität der handwerklichen Berufsausbildung. Im Kammerbezirk Dortmund wurde rund die Hälfte der insgesamt 4400 Lehrlinge im letzten Ausbildungsjahr zu Qualität der Ausbildung und den Perspektiven nach Abschluss der Lehre schriftlich befragt.

Durchschnittlich gaben die Teilnehmer ihrer betrieblichen Ausbildung die Note 2,7. Noch etwas besser kommt bei den Lehrlingen die überbetriebliche Ausbildung in den handwerklichen Bildungsstätten weg: Sie erhielt die Durchschnittsnote 2,4. Die theoretische Ausbildung in der Berufsschule bewerteten die Umfrageteilnehmer im Durchschnitt mit "befriedigend" (3,1).

Finden also 48,9% der Jugendlichen ihre Ausbildung "sehr gut" und "gut", reichte es bei 27,9% noch zu einem befriedigend. 10,1% vergaben lediglich ein "ausreichend" und bei 13,1 % wurde die Ausbildung mit "mangelhaft" oder gar "ungenügend" beurteilt. Das heißt im Klartext, fast ein Viertel der Azubis ist mit der Ausbildung überhaupt nicht zufrieden.

Größtenteils zufrieden zeigten sich die jungen Leute aber mit der eigenen Berufswahl: 70% würden die Ausbildung in ihrem Beruf noch einmal wählen. kiwi

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