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"Hauptschule ist nicht zu halten"

29.02.2008

"Die Hauptschule als Schultyp ist in Zukunft nicht mehr zu halten", sagte gestern Barbara Blotenberg (Foto), schulpolitische Sprecherin der Grünen im Rat. Es sind die Ergebnisse des vor einigen Wochen veröffentlichten "Ersten kommunalen Bildungsberichts für die Schulstadt Dortmund 2007", die sie zu dieser Aussage treiben.

Als Grund für das Aus der Hauptschulen macht sie neben dem demographischen Wandel mit sinkenden Schülerzahlen das Wahlverhalten der Eltern verantwortlich, welche diese Schulform zunehmend ablehnten.

Die Anmeldezahlen an den Hauptschulen seien allein im vergangenen Schuljahr um 20 % zurückgegangen. Eltern forderten ein hohes Bildungsniveau: "Allein in Hombruch sind 50 % der Schüler am Gymnasium angemeldet", so Blotenberg. Es sei deshalb damit zu rechnen, dass von den 17 Dortmunder Hauptschulen in den kommenden Jahren sieben bis zehn dicht machen müssten.

Daniela Schneckenburger, Landesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen, sieht die Landesregierung in der Pflicht, zu handeln: "Die hält bisher wider den negativen Berichten am dreigliedrigen Schulsystem mit all seinen Problemen fest." Dieses müsse jedoch aufgelöst werden, um die Hauptschule als "lernbehinderndes Milieu" abzuschaffen. Da dies den Druck auf die ohnehin schon überlasteten Gesamtschulen verstärken würde, sei die "Debatte um die Neugründung einer weiteren Gesamtschule in Dortmund sehr sinnvoll", regt Schneckenburger an.

Doch auch über den Ausbau einer "strukturierten und verlässlichen Ganztagsbetreuung " sowie eine Verlängerung der Grundschulzeit auf sechs Jahre müsse nachgedacht werden. bel

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