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Heizpilze: Nur Appell statt Verbot

Droht den Heizpilzen vor Kneipen das Aus? Bis zum Sommer wollte die Verwaltung eine Entscheidung über ein Verbot der als klimaschädlich geltenden Wärmequellen nachdenken. Doch sie kann die Überlegungen eigentlich schon einstellen.

04.02.2008

Denn die ersten Signale aus der Politik sind eindeutig: "Wir sehen keine Notwendigkeit, ein Verbot von Heizpilzen auszusprechen", gab die SPD-Fraktion Umweltdezernent Wilhelm Steitz nach einem RN-Bericht zum Thema mit auf den Weg. Und auch der umweltpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Thomas Pisula, hält nichts von einem Verbot.

Die Politik sieht wohl die Gefahr, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen. Man teile die Einschätzung, dass die Heizpilze, die vor allem die aus den Kneipen vertriebenen Raucher wärmen sollen, umweltschädlich seien, betont SPD-Fraktionsgeschäftsführer Dr. Andreas Paust. "Deshalb appellieren wir an alle Wirte, auf Heizpilze zu verzichten." Auch elektronische Geräte wie Infrarotstrahler, auf die u.a. die Wirte der Szene-Kneipe Barrock setzen, seien angesichts des Stromverbrauchs keine Alternative. Man wolle für die ohnehin durch das ab 1. Juli geltende Rauchverbot verunsicherte Gastronomie-Szene aber keine weiteren Verbote. "Das Motto muss heißen: So wenig Bürokratie wie möglich", erklärt Paust. CDU-Ratsherr Pisula hält ein Verbot ebenfalls für übertrieben. "Damit retten wir das Klima sicherlich nicht", meint er.

Zuvor hatte Umweltdezernent Wilhelm Steitz gegenüber den RN angedeutet, dass die Verwaltung wie in anderen Städten über ein Verbot von Heizpilzen nachdenkt und bis zum Sommer Informationen sammeln will. Dazu gehört auch die Einschätzung der Umweltschutz-Organisation Greenpeace, wonach ein Strahler bei einer 36-Stunden-Woche bis zu vier Tonnen Kohlendioxid im Jahr freisetzt - so viel wie ein Kleinwagen bei 20 000 Kilometern Fahrleistung.

Trotzdem: "Es gibt sicherlich Dinge, wo wir mehr für die Umwelt tun können", stellt Thomas Pisula fest - auch mit Blick auf die jüngste Debatte um den Neubau von Kraftwerken. Oli

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