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Hilfe und Hoffnung für die WM 2010 am Kap

07.02.2008

Fast reibungslos lief der Verkehr rund um Spiele der Fußball-WM in Dortmund. Dank akribischer Vorbereitung. Ob es in zwei Jahren bei der WM 2010 in Südafrika ähnlich geht, ist noch mit einem dicken Fragezeichen zu versehen. Fest steht nur: Mit den Verhältnissen in Dortmund ist die Lage in Südafrika überhaupt nicht zu vergleichen - das ist die zentrale Erkenntnis von Helmut Hausmann (Foto), nach einem Experten-Besuch am Kap.

Über die Organisation Invent, die im Auftrag des Entwicklungshilfeministeriums arbeitet, war der frühere Chef der Verkehrslenkung im städtischen Tiefbauamt zu Gast in Johannesburg, um gemeinsam mit Kollegen aus Leipzig und Kaiserslautern über ihre WM-Erfahrungen zu berichten.

"Man ist dort allerdings noch nicht soweit, dass man ins Detail der Verkehrsplanung gehen konnte", stellt Hausmann fest. "Wichtig war, erst einmal deutlich zu machen, was bei der WM auf die Stadt zukommt - auch außerhalb des Stadions."

Verkehrstechnisch gehen die Uhren in Südafrika ohnehin anders - auch wenn sich Johannesburg eines für afrikanische Verhältnisse gut ausgebauten Nahverkehrs rühmt. "Busse fahren im Prinzip auf Zuruf und werden nur von Schwarzen genutzt. Fahrpläne gibt es nicht. Die Weißen fahren Auto - selbst für kleinste Strecken", erklärt Hausmann. Wobei Staus auf den Straßen schon jetzt an der Tagesordnung sind. Wir haben den Organisatoren geraten, sich auf fünf bis sechs wichtige Felder zu konzentrieren", betont der Experte. Dazu gehört neben den Stadien vor allem die Sicherheit und die Stromversorgung. "Denn zurzeit gehen die Lichter teilweise für Stunden aus, weil das Netz zusammenbricht", weiß Hausmann.

Trotzdem ist er optimistisch, dass die Südafrikaner die WM 2010 organisatorisch stemmen. "Sie werden es schaffen - zur Not mit massiver Hilfe", glaubt Hausmann. Und im Zweifelsfalle macht er sich auch noch einmal auf den Weg ans Kap der guten Hoffnung ... Oli

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