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Hoffen auf mehr Nachtruhe

Ob die Nächte wirklich ruhiger werden für die B1-Anwohner, wird man wohl erst in ein paar Wochen sagen können. Fakt ist: Seit gestern ist für viele Brummis die Stadtdurchfahrt auf der B1 tabu.

06.02.2008

Hoffen auf mehr Nachtruhe

<p>Regierungspräsident Helmut Diegel (l.), der Verkehrsdezernent der Bezirksregierung Dr. Thomas Wilk (r.) und Polizeipräsident Hans Schulze waren die Ehrengäste bei der Freigabe des ersten von 18 Verkehrsschildern zum B1-Nachtfahrverbot für Brummis. Volmerich</p>

Regierungspräsident Helmut Diegel gab gestern gemeinsam mit Polizeipräsident Hans Schulze eines von insgesamt 18 Hinweisschildern frei, die LKW-Fahrer auf die Neuregelung aufmerksam machen. "Ich bin hoffnungsfroh, dass wir damit für mehr Nachtruhe entlang der B 1 sorgen", erklärte er.

Künftig dürfen nur noch LKW über 7,5 Tonnen mit Heimat- oder Lieferadresse im Dortmunder Zentrum zwischen 22 und 6 Uhr über die B1 fahren. Knapp die Hälfte der rund 2300 LKW, die nach Zählungen der Stadt nachts über die B1 fahren, wären von dem Durchfahrtsverbot betroffen. Sie sollen die Stadt auf dem Autobahnring mit A1, A45 und A2 umfahren.

Das Nachtfahrverbot ist nach jahrelangem Tauziehen ein weiterer Erfolg für die Anwohner aus der Gartenstadt, wie auch die Grünen gestern in einer Stellungnahme hervorhoben. Mit einer erfolgreichen Klage hatte eine Bürgerinitiative zuletzt die Stadt zum Handeln in Sachen B1-Lärm gezwungen. Die erließ nicht nur ein Tempolimit von 50 statt 60 Stundenkilometern auf der viel befahrenen Bundesstraße im Bereich Gartenstadt, sondern beantragte bei der zuständigen Bezirksregierung auch das geforderte Nachtfahrverbot für LKW über 7,5 Tonnen im Durchgangsverkehr.

Das Bußgeld, das uneinsichtigen Brummifahrern droht, ist mit 20 Euro freilich gering. "Vielleicht wirkt aber auch die Zeitverzögerung, die die LKW-Fahrer durch die Kontrollen einkalkulieren müssen. Denn wir überprüfen dann natürlich umfassend", kündigte Polizeipräsident Hans Schulze an. Der Umweg über den Autobahnring sei dagegen mit acht Minuten bzw. maximal 10 Kilometern durchaus zumutbar.

In Nachbargemeinden wie Holzwickede oder Schwerte macht man in Absprache mit der Bezirksregierung zugleich wichtige Ortsdurchfahrten für den nächtlichen LKW-Verkehr dicht, um Schleichverkehre zu verhindern. Oli

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