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Im Westen viel Neues

Das nennt man einen nahtlosen Übergang: Einen Tag nachdem die Stadtbahn auf der Ost-West-Strecke im Tunnel verschwunden ist, rollen am Westentor die Bagger an.

18.02.2008

Im Westen viel Neues

<p>Gemeinschaftsarbeit: (v. l.) Stadtbahnbau-Chef Otto Schließler, Tiefbauamtsleiter Hubert Keune, Stadtdirektor Ullrich Sierau und Bezirksbürgermeister Ulrich Krüger mit dem Umgestaltungsplan. Menne</p>

Am 28. April, kündigt Stadtdirektor Ullrich Sierau an, startet der Kanalbau an der Brinkhoffstraße. Und damit eine weitere Großbaustelle im Umfeld des "Dortmunder U".

Auf den Tag haben die Planer lange gewartet. Denn der neue Stadtbahntunnel soll der City nicht nur den Boulevard Kampstraße bescheren, sondern auch der Rheinischen Straße ein völlig anderes Aussehen. Hier ist die Nahtstelle zwischen Sanierung des Quartiers und Entwicklung des "U"-Geländes.

Während am "U" schon die ersten Arbeiten laufen, müssen sich die Straßenbauer noch knapp zehn Wochen gedulden. Aber dann verwandeln sie den Bereich ums Westentor für zwei Jahre in eine Großbaustelle.

Vier Phasen

"Wir arbeiten in vier Phasen", kündigt Tiefbauamtsleiter Hubert Keune an. Zunächst geht es an die Verschwenkung der Brinkhoffstraße. Sie führt künftig nicht mehr bis zur Rheinischen Straße, sondern macht vor dem U-Turm einen Knick in Richtung Westen. Dort entsteht eine neue Kreuzung mit der Schmiedingstraße. Weil die neue Trasse über Brachgelände führt, werden diese Arbeiten kaum stören.

Das ändert sich, wenn auch die Fahrbahnen des Wall im Bereich Westentor neu gestaltet werden. "Dann wird es eng", prophezeit Keune. Denn der Verkehr gen Süden muss dann mit über die Gegenfahrbahn rollen. Bis Ende dieses Jahrs soll diese erste "heiße Phase" der Bauarbeiten abgeschlossen sein.

Umweg entfällt

Danach geht es in die Rheinische Straße, die künftig in beiden Richtungen auf jeweils zwei Spuren durchgehend befahrbar ist. Der Umweg für Autofahrer Richtung City über die Lange Straße gehört dann der Vergangenheit an. "Statt 17 000 Fahrzeuge pro Tag fahren da dann nur noch 4000 bis 5000", hat Keune gute Kunde für die Anwohner.

Umgebaut wird auch der Verkehrsknoten an der Möllerstraße, der derzeit ein Nadelöhr ist.

"Mit Rücksicht auf die Anwohner und Geschäftsleute arbeiten wir in der Rheinischen Straße in vielen kleinen Abschnitten", so Keune. Und verspricht generell eine "gläserne Baustelle" - unter anderem mit regelmäßigen Sprechstunden im Baubüro.

Realisiert wird zunächst die Südseite mit zwei Fahrspuren, auf der bislang die Ortsfahrbahn und die Straßenbahnschienen verlaufen. Danach geht es an die Nordseite, während im Süden der Verkehr rollt. "Und wir besorgen natürlich auch den Anschluss an die geplante Westentor-Allee als Anfang des Boulevards Kampstraße", kündigt Keune an.

Grüne Allee

Zur Allee wird letzten Endes auch die Rheinische Straße. Durchgehend sind breite Gehwege, Parkstreifen, Radwege und mehr Bäume vorgesehen, verspricht Sierau. Schließlich soll die Rheinische Straße eine Visitenkarte der Stadt sein, wenn die Gäste-Massen im Kulturhauptstadt-Jahr 2010 zum "U" strömen. Oliver Volmerich

Im Westen viel Neues

Die Kreuzung Westentor im Überblick: Die Rheinische Straße soll künftig mit beiden Fahrtrichtungen links vom neuen U-Bahn-Halt (Mitte) auf den Wall münden.

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