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IT: Chancen grenzenlos

Die Globalisierung hat sowohl leidenschaftliche Gegner wie auch engagierte Befürworter. Zu letzteren gehört die Locatech GmbH. Sie hat jüngst ein Gemeinschaftsunternehmen - auf Neudeutsch Joint Venture - in Indien gegründet.

04.02.2008

IT: Chancen grenzenlos

<p>Locatech-Geschäftsführer Dirk Löhn mit dem "Annual Excellence Award 2007", den Microsoft dem Unternehmen verliehen hat. Kiwitt</p>

"Viel zu wenige kleine Softwarefirmen machen sich Gedanken über eine Internationalisierung", findet Locatech-Geschäftsführer Dirk Loehn, der gleichzeitig auch Vorstandsmitglied bei den networkern westfalen ist. Unter dem Dach der "networker NRW" vereinen die networker westfalen seit 2004 gemeinsam mit den "ruhr networkern" rund 300 Unternehmen der Informationstechnologie- und Kommunikationsbranche mit 9000 Beschäftigten im gesamten Ruhrgebiet.

"Es gucken zu wenige Unternehmen über den Tellerrand", so der 42-jährige Diplom-Informatiker weiter. Dabei sieht er gerade für IT-Unternehmen hier "wahnsinnige Chancen". Nutzen würden die nur wenige. Auf Anhieb falle ihm Materna ein, immerhin das größte Softwarehaus in Dortmund.

Kosten sparen

Wie ist Locatech nun an den Partner in Neu Delhi gekommen? Dirk Loehn hatte Hemant Sharma von der indischen Firma Trisoft Systems bereits 1991 im Rahmen seiner Tätigkeit bei Microsoft in den USA kennen gelernt. Der Kontakt ist über die Jahre nie abgerissen. Und schließlich entschieden sich die beiden zur Zusammenarbeit.

LocShore heißt die Lösung, die Locatech gemeinsam mit dem Partner in der indischen Hauptstadt anbietet. Das Projektmanagement bleibt in Deutschland ( locshore al), die Abwicklung erfolgt in Indien (off ). Das spart Kosten. Denn zeitintensive Tätigkeiten wie Entwicklung, Testen und Support werden in Indien erbracht, wo die Personalkosten niedriger sind. Die Tätigkeiten, die das Verständnis komplexer Geschäftsprozesse erfordern, erbringen die Locatech-Experten vor Ort mit Unterstützung des indischen Teams.

Neben den Kostenvorteilen, deren Auswirkungen Loehn eher mittel- bis langfristig sieht, ist für ihn entscheidender, dass Aufträge mit Hilfe des Partners in Indien schneller abgewickelt werden können. In Neu Delhi sitzen immerhin mehr als 120 Experten. Locatech hat in Dortmund rund 50 Mitarbeiter. Und das Unternehmen an der Lindemannstraße bleibt vom Fachkräftemangel in der IT nicht verschont. "Früher kamen auf einen Aushang an der Uni 30 Leute, jetzt hat man einen und der wird einem noch vor der Nase weggeschnappt", musste Matthias Caesar (39), ebenfalls Geschäftsführer bei Locatech, feststellen. Bisher hat das Unternehmen allerdings nicht ausgebildet, aber das soll in diesem Jahr anders werden.

Übersetzungsexperten

Gegründet wurde Locatech im Jahr 1993. Seitdem hat es sich darauf spezialisiert, technisch komplexe Prozesse für unterschiedlichste Benutzer in vielen Ländern verständlich darzustellen. Für 36 Sprachen hat Locatech Übersetzer an der Hand. Erst kürzlich erhielt das Unternehmen von Microsoft den "Annual Excellence Award 2007" für das beste Partnerunternehmen in der Kategorie "Services". Und Microsoft hat immerhin mehr als 15 000 Partnerunternehmen. Die Dortmunder hatten u.a. Microsoft Office 2007 und das Betriebssystem Windows Vista übersetzt.

Weiterentwicklung

Mit den aufkommenden Möglichkeiten, Informations- und Kommunikationsprozesse über IT-Systeme und das Internet abzubilden, hat sich Locatech mittlerweile zu einem ganzheitlichen Systemintegrator weiterentwickelt. kiwi www.locatech.com

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