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Keine ungeteilte Freude über Love Parade

Stadt will Rahmenvereinbarung bis Juni / CDU fragt nach Kosten

19.05.2007

Noch ist es nicht ganz in trockenen Tüchern. Doch Dortmund richtet sich darauf ein, im nächsten Jahr Gastgeber der Techno-Parade «Love Parade» zu sein. Bis Anfang Juni wollen die «Love Parade»-Veranstalter und die Ruhrgebietsstädte die Rahmenvereinbarung schließen, nach der das aus Berlin abgewanderte Techno-Spektakel für voraussichtlich fünf Jahre ins Revier zieht. Die erste Parade soll am 25. August in Essen steigen, ein Jahr danach soll Dortmund folgen. Nach der grundsätzlichen Verständigung mit den Veranstaltern am vergangenen Mittwoch werde man nun mögliche Routen und Rahmenbedingungen prüfen, kündigte Stadtdirektor Ullrich Sierau (Foto 1) gestern an. Vorgesehen ist wie berichtet, dass das Musik-Spektakel, das in Berlin bis zu 1,2 Million Techno-Fans anlockte, über den Wall zieht. Hauptparty-Ort soll das Gelände rund um den «U»-Turm sein. «Bis dahin ist die Fläche ausreichend hergerichtet», ist Sierau überzeugt. Ganz ungeteilt ist die Begeisterung über die Love Parade im Revier allerdings nicht. Zumindest die CDU meldet Bedenken an. Bevor die Stadt Verträge zur Ausrichtung der Love Parade unterzeichnet, müsse eine Folgen- und Kosteneinschätzung vorgelegt und der Rat beteiligt werden, fordert CDU-Fraktionschef Frank Hengstenberg (Foto 2). «Der Oberbürgermeister hat keinen Freifahrtschein, eine Veranstaltung zu holen, die für die Stadt mit enormen Kosten verbunden sein würde», betont Hengstenberg. Zweifel, ob eine derartige Veranstaltung nach Dortmund kommen soll, hegt auch der CDU-Kreisverband. Die Erfahrungen zeigten, dass die Love Parade auch ihre Schattenseite habe, wenn man an den Müll, sonstige Verschmutzungen oder etwa auch Beschädigungen von Grünflächen denkt. «Es ist nicht unbedingt im Interesse der Dortmunder Steuerzahler, dafür aufzukommen», meint CDU-Pressesprecher Uwe Waßmann. Oli

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