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Kinder besuchten Synagoge

DORTMUND Handgeschriebene Thora-Rollen? Für die Kinder der 4a der Overberg-Grundschule eine unvorstellbare Arbeit: "Dürfen die Schreiber wenigstens einen Tintenkiller verwenden?", fragte Johanna (10).

von Von Andreas Wegener

, 12.02.2008

Nein, dürfen sie nicht. Rosa Rappoport (28), Religionslehrerin der jüdischen Kultus-Gemeinde, beantwortete unermüdlich Fragen, als sie die Jungen und Mädchen gestern durch das Gemeindehaus an der Prinz-Friedrich-Karl-Straße führte. Der Besuch fand im Rahmen der Aktionswoche "Fremde(s) verstehen" statt, die die Ruhr Nachrichten zusammen mit der DEW21 veranstalten.

Die Kinder sahen den Gemeindesaal, die aktuelle Ausstellung und natürlich die 1957 erbaute Synagoge. Dort erfuhren sie von Rosa Rappoport, wie sich der jüdische Glauben von anderen Religionen unterscheidet. Dass sie an das Alte, aber nicht an das Neue Testament glauben. Welche Bedeutung die fünf Bücher Moses haben. Und dass die Ge- und Verbote in den Thora-Rollen aufgeschrieben sind.

Als die 28-Jährige in dem Gebetsraum den Vorhang zur Seite zog und ihnen die kunstvoll gestalteten Rollen zeigte, kamen die Grundschüler aus dem Staunen nicht mehr heraus. Was ist das für eine Schrift? - "Hebräisch." Wie lang ist das Papier? - "Einige Dutzend Meter." Warum trägt man ein Kippa, wenn man aus der Thora vorliest? - "Ein Zeichen, dass Gott über uns steht."

"Tolle Eindrücke gewonnen"

"Wir haben hier wirklich tolle Eindrücke dazu gewonnen", war Klassenlehrerin Barbara Neudenberger begeistert. Ihre Meinung teilte auch Johanna (10): "Am besten fand ich aber den tollen Schmuck an den Thora-Rollen."

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