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Kunst im verzauberten Garten

Rolf Sablotny lädt ein

15.05.2007

Riesige Vögel wohnen hier. Ein eiliger Zwerg läuft Richtung Tür. Und unter dem raschelnden Blätterdach der kleinen Laube ruht sich der ?Schlafende? auf einer blauen Bank aus. Hinter jeder Biegung erwarten den Gast neue Eindrücke, neue Gerüche, neue Skulpturen. Künstler Rolf Sablotny hat dieses Wochenende seinen Garten am Schwarzen Weg für Besucher geöffnet. Jetzt steht er zufrieden auf einem Fleckchen Sonne. Stützt sich mit dem linken Arm an einen lebensgroßen Holz-Vogel. Und beschreibt mit dem rechten eine großzügige Geste. ?Hier arbeite ich, hier stehen meine Figuren ? warum sollte ich die Leute nicht einladen?? In Zitrone, Erdbeer, Kirsche leuchten seine Werke dem Besucher entgegen. Kantig. Ehrlich. Die Arbeit des Bildhauers hat Spuren hinterlassen an den verschiedenen Hölzern. Rillen und Ecken, die den Skulpturen einen eigenen Charakter geben. Sablotny hat in den 70er Jahren bei Joseph Beuys an der Düsseldorfer Kunstakademie studiert und sich neben seiner Arbeit als Möbeldesigner immer mit Bildhauerei und Malerei beschäftigt. Sein Credo: ?Die Menschen sollen meine Werke erleben, sie liebgewinnen. Und Geschichten dazu ausdenken.? Kunst im Elfenbeinturm entlockt dem Neuasselner nur ein müdes Kopfschütteln. Er tätschelt dem hölzernen Gesellen an seiner Seite locker den Schnabel. Man solle leben mit den Kunstwerken. Anstatt sie als Heiligtum zu betrachten. Eine Windbö trägt Jazzmusik aus der halb geöffneten Haustür herüber. Eine Wolke huscht an der Sonne vorbei. In der Hecke zwitschern Amseln. Sablotny nickt mit dem Kopf in Richtung des fröhlichen Gesangs. ?Und wenn sich ein Vogel auf eine Figur setzt ? auch in Ordnung.? Er lächelt. Hilke Schwidder Am 26. / 27. Mai und am 9. / 10. Juni von 15 bis 20 Uhr öffnet Sablotny seinen Garten am Schwarzen Weg 86 erneut. Zu sehen sind Skulpturen aus Holz, Stein und Metall, außerdem Bilder, Grafiken, Beleuchtung, Gartenschmuck und Möbel.

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