Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Leine in der Warteschleife

26.02.2008

Leine in der Warteschleife

<p>Die Politik ist gegen Gassi gehen nach Plan. Menne</p>

"Und täglich grüßt das Murmeltier . . ." - Nadja Lüders, ordnungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, fühlte sich gestern im Ausschuss für Bürgerdienste an den Film mit der stets wiederkehrenden Zeitschleife erinnert. Nur diesmal ging es um Hunde.

Bereits zum zweiten Mal lag der Kompromissvorschlag der Verwaltung zur Anleinpflicht von Hunden in den 31 Dortmunder Naturschutzgebieten auf dem Tisch. Und wieder wurde er wegen Beratungsbedarfs geschoben, diesmal in die Ratssitzung am 13. März - um ihn dann dort vermutlich abzulehnen.

Zur Erinnerung: Da die Dortmunder Wälder seit 2005 fast komplett unter Naturschutz stehen, müssen Hunde dort grundsätzlich an die Leine. Nur eine Übergangsregelung befreite bislang in den 14 neuen Naturschutzgebieten vom Leinenzwang.

Mit Natur- und Tierschützern hatte sich die Verwaltung nun darauf geeinigt, Hunde künftig auf freiem Feld und auf den Wegen der fünf Wald-Naturschutzgebiete (Bittermark, Bolmke, Wickeder Holz, Dorneywald und Grävingholz) ohne Leine laufen zu lassen.

"Wie ist das zu kontrollieren", fragt Lüders. Dazu brauche jeder Kontrolleur und jeder Hundehalter einen Stadtplan, "wo ich darf, wo ich nicht darf." Das sehen die Grünen ähnlich. Sebastian Neumann: "Wir müssen nicht noch einen Schilderwald hinzufügen."

Die CDU hat den Vorschlag von vornherein abgelehnt und bleibe dabei, sagte Christiane Krause: Sie möchte weniger Naturschutzgebiete, aber einheitlich und strenger geregelt. Auch FDP/Bürgerliste, so Dr. Thomas Reinbold (Bürgerliste), will eine einheitliche Regelung, ist aber generell für die Anleinpflicht.

Rechtsdezernent Wilhelm Steitz will vor allem Klarheit, "keine gefühlte Rechtsklarheit." Doch genau darauf, das heißt auf den Status quo, könnte es hinauslaufen. ko

Lesen Sie jetzt