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Liebes-Camp vor dem Standesamt

08.02.2008

Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich ein kaltes Plätzchen findet: Die beiden in innerer Liebe zugewandten Männer fanden. Sie bibberten auf ihren Campinghockern bei vier Grad über Null und heizten sich am Inhalt ihrer Thermoskanne auf. Da standen die Uhrzeiger bei 4.50 Uhr. Das schwule Pärchen wollte Erster sein

beim Wettlauf um die besten Plätze auf dem Deck hoch über dem Ehehafen: Der 8. 8. 2008 spülte gestern, am ersten möglichen Tag des Aufgebots, bis mittags 43 Pärchen in Dortmunds Standesämter. Die Zwei auf ihren Campingstühlen froren vor der Bezirksstelle Huckarde, aber auch an der Löwenstraße verbrachte ein Duo eine ganz und gar ungewöhnliche Vor-Hochzeitsnacht: "Meine Kollegen holten um 5.50 Uhr das Paar ins Standesamt, nachdem es die Nacht wartend in seinem Auto verbracht hatte." Claudia Hertkens, Chefin aller Dortmunder Standesämter, ist schon längst nichts Menschliches mehr fremd.

Eine Frage kann die erfahrene Standesbeamtin aber auch nicht beantworten: Wie viele der 158 Ja-Sager vom 9.9.1999 inzwischen "Nein" zueinander sprechen. Der 99er-Eheschließungs-Marathon vor Dortmunds Standesämtern war bisher einsamer Rekord, schlug sogar noch den 8.8. 1988 um 32 Duos. Und zum

magischen Datum im letzten Jahr, dem 7. 7. 2007, trauten sich gerade einmal 53, eine Zahl, die in diesem Jahr locker steigen dürfte, weil der 8. 8. nicht mitten in den Sommerferien, sondern an deren Ende liegt und ein Freitag ist. Bis zum 7. 8. sind noch Aufgebote möglich. Mit 38 Standesbeamten werden die Heiratswilligen dann auch an Ambiente-Trauorten abgearbeitet. bö

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