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Martini lässt die Paare hüpfen

22.02.2008

Martini lässt die Paare hüpfen

<p>DJ Martini wurde zum Swing-Experten. Foto privat</p>

Die Swing-Party "Darktown Strutters Ball Night" im Domicil ist die erste Adresse für Swing-Fans in Dortmund und Umgebung. DJ Martini (eigentlich Wolfgang Kienast) hat sie erfunden. Mit ihm sprach RN-Redakteurin Katrin Pinetzki.

Wie kam der Swing nach Dortmund?

Martini: Eine Jazz- und auch Swing-Szene gibt es in Dortmund ja schon lange, aber für das jüngere Partyvolk ging es um 2002, 2003 los. Damals veranstalteten DJ Lefty und ich im ehemaligen Club Cosmotopia an der Schützenstraße eine Swing-Party, weil wir die Musik beide mögen. Wir nannten die Party "Darktown Strutters Ball Night" nach einem Ragtime-Klassiker aus den 1920er Jahren, weil wir fanden, "Darktown" passte gut zur Nordstadt. Eigentlich sollte der Abend ein einmaliger Gag sein. Er kam aber so gut an, dass wir weitermachten. Damals spielten wir allerdings auch viel Rock 'n' Roll, Dancefloor-Jazz und Mojo zwischendurch. Ein reiner Swing-Abend wäre noch nicht möglich gewesen. Die Swing- und Tanzszene war damals vor allem in Köln zu Hause, Dortmund hatte noch keinen Namen. Das kam erst mit dem Domicil...

...wo der "Darktown Strutters Ball" jeden ersten Samstag im Monat Swing-Fans aus dem Umland anzieht. Was genau spielt ihr da?

Martini: Gerne Original-Musik aus den 1920er, 1930er-Jahren, wenn die Aufnahmequalität stimmt. Ansonsten spielen wir auch Neo-Swing aus den 90ern. Wir wollen ja kein Museum sein, sondern die Begeisterung für diese Tanzmusik wecken. Ein absoluter Hit ist zum Beispiel "Sing, Sing, Sing (with a Swing)" aus dem Film "Swing Kids", oder der "Shim Sham", zu dem eine ganze Gruppe mit fester Choreografie tanzt

Apropos Tanzmusik: Was ist das für ein Gefühl, als DJ lauter Paare auf der Tanzfläche zu sehen, die den "Lindy Hop" tanzen?

Martini: Wir waren erst irritiert, dann hoch erfreut. Wir wussten allerdings nicht genau, was die Tänzer hören wollten: Mal gingen sie total ab, mal blieb die Tanzfläche leer. Also habe ich mich entschlossen, einen Lindy Hop-Workshop zu besuchen, um das Geheimnis zu ergründen. Das hat mich so begeistert, dass ich immer noch dabei bin. Inzwischen fühle ich mich ganz gut ausgerüstet für Swing-Partys.

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