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Mehr Sicherheit in der Nordstadt

13.02.2008

Alkoholikertreffpunkte auf der Heroldwiese, illegale Arbeitsvermittlung im Bereich der Schleswiger Straße, wild gelagerter Sperrmüll, Drogen und Prostitution sind drängende Probleme, mit denen die Bewohner der Nordstadt jeden Tag zu tun haben. Am Dienstag nutzten etwa 100 Nordstädter die Einladung der Bezirksvertretung, im Rahmen des integrierten Stadtentwicklungskonzeptes über "Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung" zu diskutieren und Stadtrat Wilhelm Steitz, Beigeordneter für Recht, Ordnung und Umwelt, in die Pflicht zu nehmen.

"In der Nordstadt gibt es mehr Probleme als in anderen Gebieten der Stadt. Deshalb werden wir auch besondere Ressourcen hier einsetzen", signalisierte der Rechtsdezernent Verständnis für das Sicherheitsbedürfnis der Bewohner, dem die Stadt mit einem Büro des Ordnungsamtes in der Nordstadt entgegenkommen will.

Der Forderung nach Alkoholverboten auf öffentlichen Plätzen wie der Heroldwiese will Steitz mit einer rechtlichen Ausweitung von Spielplatzbereichen nachkommen, weil auf diesen Flächen öffentlicher Alkoholgenuss verboten sei. "Darüber hinaus halte ich es für sehr problematisch, mit öffentlichen Verboten gegen Alkoholsucht einzuschreiten", räumte Steitz ein. Die illegale Arbeitsvermittlung von Rumänen und Bulgaren im Bereich der Schleswiger Straße bezeichnete er als "Kehrseite der Globalisierung", gegen deren Probleme sehr schwer anzugehen sei.

Dagegen bekräftigte er die Sorge der Nordstädter, wenn in ihrem ohnehin schon belasteten Stadtteil ein neuer Druckraum für Drogenabhängige errichtet werde: "Das würde die Arbeit an der Reputation des Stadtteils nicht unbedingt unterstützen."

Doch er nahm auch die Bewohner in die Pflicht und forderte sie auf, die Verursacher wild abgelagerten Mülls zu melden und auch bei der Erhebung von Freier-Such-Verkehr Autokennzeichen zu dokumentieren. het

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