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Missstände im Visier

Ausschuss zu maroden Hallen und Pavillons

30.05.2007

Auch wenn das Gesundheitsamt «keine konkreten gesundheitlichen Risiken» ausmachen konnte: Der Zustand vieler Schulpavillons treibt zumindest den Blutdruck vieler Politiker in die Höhe. Gestern war die umfangreiche Untersuchung der Stadt Thema im Schulausschuss: Ein knappes Dreivierteljahr lang haben Experten Pavillons in Augenschein genommen, «herumgeschnüffelt» und gemessen. 30 Gebäude an 22 Standorten wurden untersucht; an 18 gab es «sichtbare Schäden», an 19 Standorten wurde gemessen. Ergebnis: Schön sowieso nicht, muffelig und zwingend regelmäßig zu beobachten, aber keine akute Gesundheitsgefährdung (RN berichteten). Walter Knieling (Foto1) indes regte sich auf: «Ich staune doch, wie positiv diese Vorlage hier bewertet wird, die Zustände sind nicht haltbar», murrte er. Die offensichtlichen Mängel würden nicht dadurch beseitigt, dass man nun regelmäßig den Schimmelpilz kontrolliere. Der aufgeregte CDU-Mann rief prompt die SPD auf den Plan: «Es macht keinen Sinn, immer zu überzeichnen», appellierte Hermann Diekneite . (Foto 2) Es tue sich doch schließlich etwas, keiner wolle diese maroden Pavillons. Immer mehr würden tatsächlich verschwinden. Marode sind auch viele Sporthallen: Klemmende Türen, tropfende Dächer, eklige Duschen, die Mängelliste ist lang, 50 Prozent der Hallen sind inzwischen über 30 Jahre alt . 1,5 Mio. stehen aus dem Haushalt 2007 zur Verfügung (RN berichteten). Nach den Sommerferien gibt es eine zweite Vorlage der Verwaltung, erklärte Stadträtin Waltraut Bonekamp. Die solle sagen, mit welchen Hallen es weiter geht. Wer jetzt auf ideale Trainingsbedingungen hofft, muss diese Träume begraben: Die «nutzungsorientierte Ertüchtigung der Sporthallen» - so im Amtsdeutsch, bedeutet keine umfangreiche Sanierung, sondern lediglich die Reparatur dessen, was dringend gemacht werden muss. blf

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