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Mit süßen 17 auf dem Weg zum Forschungs-Olymp

DORTMUND Isha Jain erinnert sich noch an die Schultüte, ihre Lehrer an der Ostenberg-Grundschule in Barop erinnern sich an eine ganz besondere Schülerin. Heute ist die Amerikanerin indischer Abstammung süße 17, ihr Weg gepflastert mit wissenschaftlichen Auszeichnungen, die sie bis ins Weiße Haus führten. Jetzt ist sie zurück in Dortmund.

von Von Gaby Kolle

, 15.02.2008
Mit süßen 17 auf dem  Weg zum Forschungs-Olymp

Isha Jain in einem Labor des Dortmunder Max Planck Instituts.

Für insgesamt drei Monate forscht die Überfliegerin - bejubelt von New York Times und Washington Post - am Max-Planck-Institut (MPI) für Molekulare Physiologie. Sie untersucht im Labor krank machende Moleküle an Bakterien. "Wir hoffen, dass wir mit ihrer Arbeit einen Beitrag zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten leisten können", sagt ihr wissenschaftlicher Betreuer Dr. Wulf Blankenfeldt.

Den Forschungsaufenthalt vermittelte u.a. Prof. Dr. Otmar Kanert, Physiker der TU Dortmund, der seit 1982 immer wieder mit Ishas Vater, einem Materialwissenschaftler, zusammengearbeitet hat. So auch im Sommer 1997, als die Familie Jain für fast ein Jahr nach Dortmund kam.

In Dortmund eingeschult

Hier wurde Isha eingeschult - und nach nur 14 Tagen in die zweite Klasse versetzt. Als die Lehrer dann nach drei weiteren Wochen das zarte Mädchen in die dritte Klasse hochstufen wollten, winkten die Eltern ab. Noch heute hat sie Kontakt zu Klassenkameradinnen. "Ich werde sie nächste Woche anrufen", sagt Isha.

Sie lebt hier seit einer Woche in einer Gastfamilie mit gleichaltriger Tochter, forscht aber oft bis tief in die Nacht. Ihre Mentoren bezeichnen die bescheidene, aber selbstbewusste Nachwuchswissenschaftlerin als kreativ, leidenschaftlich, ehrgeizig und außerordentlich brillant. Das Leben hat dem bildhübschen, charmanten Mädchen alles mitgegeben.

Erst Bonbons - dann Bakterien

Ihre wissenschaftliche Laufbahn begann sie mit neun Jahren. Während Altersgenossen nur Bonbons lutschten, entwickelte sie ein Muster, um ihre molekulare Struktur zu erklären - heute Lehrstoff, der den Unterricht in den Klassenzimmern quer durch Amerika versüßt. Mit 14 Jahren stieg Isha um: Von den Materialwissenschaften zur Zellbiologie und Molekularchemie, studierte neben der Highschool Mathematik, Chemie und Genetik (mit Abschlüssen) an der Lehigh University in ihrer Heimatstadt Bethlehem in Pennsylvania.

Erst im vergangenen Dezember bekam sie den 1. Preis beim renommiertesten Wissenschaftswettbewerb in den USA - ein 100 000 Dollar-Stipendium.

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