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Monster streiten, bis der Berg einstürzt

DORTMUND "Du hast angefangen" Nein Du!" - Kinderzimmeralltag. Streit gehört zum Leben und ist eine Kunst. Hinterher darüber zu sprechen und sich zu vertragen aber auch.

von Von Julia Gaß

, 08.02.2008
Monster streiten, bis der Berg einstürzt

Da herrscht noch eitel Sonnenschein: Bastian Thurner ( l.) undRoman Konieczny als Monster im Zelt unter der Sonne (Anna Schmidt).

Das lernen Kinder ab vier Jahren im Bilderbuch "Zwei Monster" von David McKess. Gertrud Pigot hat daraus ein Theaterstück gemacht, Hartmut El Kurdi bringt es ab 16. Februar auf die Bühne des Sckelly im Kinder- und Jugendtheater an der Sckellstraße. - Für die Alterstufe, die schon am "Kleinen Nachtgespenst" viel Freude hatte.

Sonne ist eine Diva

Die Sonne höchstpersönlich (eine Diva) ruft das blaue und rote Monster auf die Bühne. Beide leben auf einer Seite eines Berges, der im Sckelly zum Höhlenzelt wird. Es könnte friedlich sein, wenn nicht die Streitfrage im Raum stände, ob abends die Sonne geht oder die Nacht kommt.

Aus einem verbalen Streit, in dem so spaßige Schimpfworte fallen wie "eingeschlafenes Stinkmorchelkompott" oder "lebertranige Grünkernfrikadelle mit Selleriestreusel" entwickelt sich in dem 50-minütigen Stück ein handfester Streit, in dem Felsbrocken fliegen und der Berg schließlich demontiert ist.

Musik mit Ohrwurm-Qualität

Streiten kann Spaß machen, ist aber nicht nötig, lernen die Kleinen. "Die Monster sind nicht richtig fies, versuchen aber gemein zu sein", verspricht El Kurdi. Mit viel (eigener) Musik, die Ohrwurm-Qualitäten haben soll, inszeniert er das Familienstück im Bühnenbild von Philine Rinnert.

Als Vater einer achtjährigen Tochter sind dem Regisseur Streitszenen vertraut. Die Frage, ob die Sonne abends geht oder die Nacht kommt, wird übrigens nicht eindeutig geklärt. - Beide Monster haben Recht. Wie im richtigen Leben und so oft im Kinderzimmer.

Die Premiere am 16.2. und alle Vorstellungen bis 30. März sind bereits ausverkauft. Karten gibt es noch für die Monsternacht am 7.3. ab 22 Uhr, wo Martini nach der Vorstellung liest und Platten auflegt. Karten: Tel. 50-272 22.

 

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