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Musiker sitzt in U-Haft

12.02.2008

Die Zeit der rauschenden Partys scheint endgültig vorbei zu sein. Der 29-jährige Hochzeitsmusiker, der sich zurzeit vor dem Dortmunder Landgericht verantworten muss, ist überraschend in Untersuchungshaft genommen worden.

Die Richter der 36. Strafkammer sprachen gestern von Flucht- und Verdunklungsgefahr. Der Staatsanwalt hält eine Verurteilung von fünf Jahren Haft (oder mehr) für nicht mehr ausgeschlossen. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, im Herbst 2006 seine damalige Freundin mindestens dreimal vergewaltigt zu haben. Er selbst bestreitet die Anschuldigungen.

Bis Ende Januar hatte sich der Musiker auf freiem Fuß befunden. Die Festnahme erfolgte nach zwei Zwischenfällen im Anschluss an Gerichtsverhandlungen. Die Richter gehen davon aus, dass der 29-Jährige dem psychisch labilen Opfer zweimal aufgelauert hat: einmal vor dem Zeugenschutzzimmer, einmal im Dortmunder Bahnhof. Damit verstieß er ihrer Meinung nach eindeutig gegen die Anweisung, sich seiner früheren Lebensgefährtin nicht zu nähern und nicht mit ihr in Kontakt zu treten. Wörtlich hieß es im Prozess: "Vor dem Hintergrund ihres nervlichen und physischen Zusammenbruchs am 9. Januar stand für den Angeklagten außer Zweifel, dass allein seine optische Präsenz die Geschädigte zutiefst verunsichern und in ihrem Aussageverhalten beeinflussen könnte." Die Fluchtgefahr begründeten die Richter mit den Strafvorstellungen der Staatsanwaltschaft und mit den angeblichen Absetz-Bewegungen der Familie des Angeklagten nach Schweden. Der Prozess wird fortgesetzt. Jörn Hartwich

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