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Mysteriöse Tiermorde gehen weiter

DORTMUND Ermorden Satanisten in Dortmund Kaninchen, um ihr Blut für schwarze Messen zu verwenden? Erika Scheffer, Vorsitzende des Tierschutzvereins, ist jedenfalls davon überzeugt.

von Von Andreas Wegener

, 12.02.2008
Mysteriöse Tiermorde gehen weiter

Elfriede Dumont (74) ist fassungslos: Unbekannte töteten ihre Kaninchen Rocco und Filina.

Nachdem in der Nacht zu gestern schon zum dritten Mal in diesem Jahr Unbekannte Kaninchen im Stadtgebiet töteten, um die Köpfe und das Blut der Tiere zu stehlen, ist das Motiv für die Tierschützerin klar: "In der Vergangenheit sind hier auch schon schwarze Katzen geklaut und Hähne auf Friedhöfen abgeschlachtet worden."

Die Polizei untersucht auch diese Spur, tappt aber noch im Dunkeln. "Hinweise auf die Motivlage der Täter haben sich auch durch den Informationsaustausch mit den Bochumer Kollegen bislang nicht ergeben", erklärte Polizeisprecher Wolfgang Wieland. In Witten waren im vergangenen Jahr viele ähnliche Fälle bekannt geworden. Die Polizei hofft jetzt auf Hinweise. Der erste Fall ereignete sich in der Nacht zum 13. Januar in einem Garten an der Straße "Auf dem Hohwart" (Wambel), der zweite am 30. Januar in der Kurler Bernhard-Letterhaus-Straße.

Gestern Morgen entdeckte Elfriede Dumont (74) die toten Körper von Rocco und Filina. "Das ist so schlimm, eine so irre Tat. Meine Enkeltochter hat so bitter geweint, als sie das erfahren hat." Ihr Sohn Bernd (38) vermutet, dass er die Täter gestört hat, als er gegen 4 Uhr aufstand. Denn die Unbekannten köpften - anders als in den anderen Fällen - nur eines der Tiere. "Als ich die beiden um 7.30 Uhr fand, waren ihre Körper noch warm", sagt die Seniorin.

"Wollen keine Festung"

Doch auch keiner der Nachbarn hätte die Tierschänder bemerkt. "Alle waren fassungslos. Die Kinder aus der Umgebung waren oft hier, um mit den Kaninchen zu spielen." Vor drei Jahren hatte die Familie Rocco und Filina aus dem Heim geholt. "Ob wir neue Tiere anschaffen, wissen wir noch nicht. Zumindest nicht, solange die Täter frei herumlaufen. Wir wollen aus unserem Garten ja keine Festung machen", sagt der 38-Jährige.

Erika Scheffer rät jedoch allen Besitzern, die Ställe ihrer Tiere zu sichern oder die Kaninchen einstweilen nachts im Haus unterzubringen.

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