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Nanotechnologie: kleinste Teile - große Aussichten

DORTMUND Maschinen von der Größe eines Staubkorns, chemische Produktionsanlagen im Fingerhutformat oder medizinische Instrumente, die nur noch unter einem Mikroskop sichtbar werden: Die Nanotechnologie sorgt für eine unsichtbare Revolution. Wenn es um das Wachstum mit den intelligenten Zwergen geht, ist Dortmund ganz vorne mit dabei.

von Von Achim Roggendorf

, 18.02.2008
Nanotechnologie: kleinste Teile - große Aussichten

MST.factory-Geschäftsführer Dr. Heiko Kopf mit einem Laser der Firma Innolume.

Start-up-Firmen und Mittelständler wissen das wissenschaftliche Umfeld in der Westfalen-Metropole seit jeher zu schätzen. 40 Firmen haben sich mittlerweile hier angesiedelt. Laut neuem MST-Atlas des Branchenverbandes IVAM, der gestern auf der 1. NRW Nano-Konferenz im Kongresszentrum der Westfalenhallen vorgestellt wurde, ist Dortmund damit für die Herstellung mechanischer Maschinenbauteile im Miniatur-Format der Standort in Deutschland schlechthin; auch europaweit nimmt die Stadt auf diesem Gebiet eine führende Rolle ein. Nach Angaben der Wirtschaftsförderung beschäftigen die heimischen MST-Firmen inzwischen rund 2100 Mitarbeiter. IVAM Research-Leiter Dr. Uwe Kleinkes  spricht von einem „Club der erfolgreichen Trendsetter“. Die mikrotechnischen Zwerge aus Dortmund machten Produkte erst wettbewerbsfähig.

Fehlendes kapital ist größtes Wachstumshemmnis

Der Reiz am Unsichtbaren sei in Dortmund jedenfalls ungebrochen. Auch international werde der Standort inzwischen wahrgenommen. Als größtes Wachstumshemmnis könnte sich nach den Worten von Kleinkes fehlendes Kapital erweisen. Vor allem bei jungen, noch nicht etablierten Firmen, könnte dadurch der Unternehmergeist zum Erliegen kommen. Bei der Ansiedlung neuer Firmen ruhen die Hoffnungen auf der MST.factory, der Fabrik für Mikrosystemtechnik auf Phoenix-West. Sie sei ein wichtiger Baustein für die Infrastruktur, so Geschäftsführer Dr. HeikoKopf. Rund 800 Unternehmer und Wissenschaftler sind in Dortmund zur ersten nordrhein-westfälischen Konferenz Nanotechnologie zusammen gekommen. Im Mittelpunkt der zweitätigen Veranstaltung steht  der Austausch über die Möglichkeiten der Nano- und Mikrotechnologien. Auf der Nanokonferenz startete die Landesregierung auch den mit 61 Millionen Euro dotierten Wettbewerb „NanoMikro+Werkstoffe.NRW“ für Wissenschaftler und Unternehmer. Ziel des Wettbewerbs sei es, innovative Forschungs- und Entwicklungsprojekte in den Nano- und Mikrotechnologien sowie der Werkstoffforschung zu fördern.

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