Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Neues von der Freundin

Mario Barth brachte Halle zum Tosen

14.05.2007

Ein, zwei Sprüche über die stets verstopfte B 1 und das anstehende Revierderby reichten Mario Barth am Freitag aus, um alle Lachmuskeln in der ausverkauften Westfalenhalle 1 unter seine Kontrolle zu bringen. Noch bevor sein Programm ?Männer sind primitiv, aber glücklich? wirklich begann, hatte er das Publikum auf seiner Seite. Die ewige Auseinandersetzung mit den scheinbar unüberbrückbaren Unterschieden zwischen den Geschlechtern ist nicht zum ersten Mal Basis für Barths Programm, doch das Thema gibt noch einiges her. ?Ich renn? ja teilweise mit dem Block hinter meiner Freundin her und sag: ?Schatz, red? weiter, ich bin da!??, witzelte der 34-jährige über seine nicht versiegende Inspirationsquelle. So erzählte er also jede Menge Neues von seiner Freundin, etwa wie sie 600 km zu einem Fabrikverkauf fährt, um dort eine winzige Handtasche zu kaufen mit der Begründung: ?Die kann man so halten!? Wenn Barth bei solchen Witzen selbst diebische Vorfreude auf die anstehende Pointe verrät und schon vorher dreckig lacht, kann das Publikum nicht widerstehen. Tosender Applaus und großes Gelächter belohnten den Komiker, der über zwei Stunden lang allein durch seine Sprüche, Geräusche und wildes Gestikulieren gestaltete. Egal ob Frauen zu viel und unnötig telefonieren (?Die rufen ja teilweise zwei Millionen mal am Tag an und wissen dann nicht mehr, warum.?) oder beim Duschen allzu feine Unterschiede machen (?mit oder ohne Haare oder nur Haare?) ? Barth findet treffende Pointen, über deren Wahrheitsgehalt und korrekte Rollenverteilung das Publikum rege diskutiert. Neue Gags schließt er dabei immer wieder an schon Gesagtes an, schlägt so Bögen über die Geschichten. Männer erscheinen dabei stets als einfach gestrickt, aber solide. So würden sie, wenn man ihnen die Ampel erklärt, einfach hinnehmen ?Rot ? stehen bleiben!?, während Frauen nachfragten, warum rot oben sei. ?Wir sind halt so, ein bisschen asi?, sagt Barth. ?Aber wir wollen nur spielen.? Und beteuert mehrfach, dass er seine Freundin wirklich mag. SEN

Lesen Sie jetzt