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Offene Fragen rund ums U

Das Geld ist sicher, das Konzept für den Umbau des U-Turms in ein Zentrum für Kunst und Kreativität steht - und viele Fragen bleiben. Wir liefern einige Antworten.

27.02.2008

Im ersten Obergeschoss will der künstlerische Leiter des U-Turms, der Regisseur und FH-Professor Adolf Winkelmann (Foto), ein "Institut für Bewegtbild-Studien" einrichten. Was ist das eigentlich?

"Die Digital-Film-Technologie verbreitet sich heute schneller als unsere Fähigkeit, mit Bewegtbildern umzugehen, sie angemessen einzusetzen", sagt Winkelmann. Im Internet und auf Handys, bei Messen und in Museen werden Filme eingesetzt. "Das künstlerisch-wissenschaftliche Institut hat die Aufgabe praktisch zu erforschen, was das für das Medium Film bedeutet", erklärt Winkelmann.

Gleichzeitig bilden die Film-Hochschulen immer mehr Fachleute für die Filmbranche aus, während die Zahl der Fernseh- und Kinofilme seit 30 Jahren stagniert. Ein neuer Master-Studiengang der FH soll im U-Turm Filmstudenten auf ein Berufsleben jenseits des Kino- und Fernsehfilms vorbereiten. Als äußeres Zeichen für das Innenleben will Winkelmann mit seinen Studierenden die von vielen Punkten in der Stadt aus sichtbare U-Dachkrone mit bewegtem Licht inszenieren.

Nach bisheriger Planung verliert das Museum für Kunst und Kulturgeschichte seine angemietete Halle, in der zurzeit die "Kleine Nationalgalerie" gezeigt wird: Die Miete wird für die U-Betriebskosten benötigt. Stattdessen sollte das MKK größere Ausstellungen in der 6. U-Etage realisieren - die allerdings steht laut Konzept "auch als Präsentationsraum für die Hochschule, für den Medienkunstverein oder für Beiträge der kreativen Ökonomie zur Verfügung". Was wird dann aus dem MKK?

"Ich bin froh, dass endlich eine Entscheidung da ist, mit der wir nun umgehen können", sagt MKK-Chef Wolfgang E. Weick. Er will sich nun dafür einsetzen, dass das MKK seine Halle behalten kann. "Schließlich sollte die Halle unter der Prämisse aufgegeben werden, dass das U aus sieben Museums-Etagen besteht." Im aktuellen Konzept sind nur drei vorgesehen.

Die gesamte dritte Etage ist für Medienkunst, vor allem den Hartware MedienKunstVerein (HMKV) vorgesehen, der zurzeit an der Güntherstraße seine Büroräume hat und (von Mai bis Oktober) in der Phoenixhalle auf 2000 qm Ausstellungen organisiert. Ein Umzug ins U bedeutete eine enorme Verkleinerung der Ausstellungsfläche. Was wird aus der Phoenixhalle? "Es ist noch nicht klar, ob wir die weiter bespielen", sagt HMKV-Geschäftsführerin Susanne Ackers, "aber es ist für uns eine enorme Verbesserung, im U das ganze Jahr über ausstellen zu können." Darüber hinaus hofft auch der HMKV, die 6. Etage für Wechselausstellungen mit nutzen zu können. pin

Offene Fragen rund ums U

<p>Und so soll es dort nach dem Umbau durch das Architektenbüro Gerber aussehen. RN Foto Archiv</p>

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Die "Kathedrale" unterm U, der neuen Heimat des Museums am Ostwall.

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